29.05.2018
FLUG REVUE

Größter Business Jet der WeltSchweizer wollen A380 zum VVIP-Jet umrüsten

Am Rande der Branchenmesse EBACE hat das Spezialunternehmen Sparfell & Partners Pläne zum Umbau gebrauchter A380 in VVIP-Flugzeuge vorgestellt.

Airbus A380 VVIP Ausführung Sparfell & Partners Winch Design

Die britische Designfirma Winch Design schlägt diese Lackierung für die A380 in der VIP-Ausführung vor. Das Schweizer Spezialunternehmen Sparfell & Partners bietet bis zu vier gebrauchte Flugzeuge zur VIP-Umrüstung an. Foto und Copyright: Sparfell & Partners Winch Design  

 

Sparfell & Partners bietet bis zu vier gebrauchte Flugzeuge zur Umrüstung in VVIP-Flugzeuge an. Es handelt sich um A380, die aus dem Bestand von Singapore Airlines ausgeschieden sind, wo sie von fabrikneuen Jets ersetzt wurden. Die vier A380 der Baujahre 2007 und 2008 haben noch nicht einmal die Hälfte ihrer Lebensdauer verbraucht. Durch ihren Langstreckeneinsatz mit anteilig wenigen Starts und Landungen sind die Zellen zudem relativ wenig verschlissen.

Sparfell & Partners gab bekannt, seit Mai sei man zum Anbieten von vier Flugzeugen autorisiert. Man schlage die Vierstrahler als ACJ380 zum Umbau als Regierungsjets vor. In Zusammenarbeit mit der britischen Designfirma Winch Design wurde anläßlich der Messe EBACE auch eine entsprechende Lackierung vorgestellt. Vorteil der gebrauchten ACJ380 sei ihr niedriger Anschaffunspreis, weit unter den Kosten einer fabrikneuen 777- oder A330-Zelle, die dann ebenfalls noch zum VVIP-Jet umgerüstet werden muss. Mit Umbau könnte eine gebrauchte A380 für knapp 300 Millionen Dollar angeboten werden. Die Doppelstock-Riesen verfügen über viel Platz für VIP-Salons und Unterbringungsmöglichkeiten für die Crew und Begleitmannschaft.

Sparfell & Partners bietet einen Umbau aus einem Guß in Zusammenarbeit mit der Designfirma Winch Design und der Umbauwerft Jet Aviation an. Die riesige A380 braucht zum Umbau für längere Zeit eine weltweit knappe A380-Hangarfläche bei einem Spezialbetrieb. Bei Singapore Airlines schieden fünf zehnjährige A380 aus, die über die Leasingfirma Dr. Peters Group weitervermarktet werden. Aus dem gleichen Bestand will auch die portugiesische HiFly ab dem Sommer 2018 ein oder mehrere Flugzeuge übernehmen. Bisher ist noch keine A380 als Geschäftsreiseflugzeug oder Staatsairliner verwendet worden. Der saudische Prinz Bin Talal hatte 2008 Pläne abgeblasen, einen früheren A380-Prototyp zum VVIP-Jet umbauen zu lassen. Sparfell & Partners verhandelt mit mehreren Kunden, von denen einer sich bereits in fortgeschrittenen Gesprächen befinden soll.

www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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