28.05.2009
FLUG REVUE

Rust Cessna 172 in BerlinTechnikmuseum in Berlin zeigt Cessna 172 von Matthias Rust

Das Deutsche Technikmuseum hat die Cessna 172 (D-ECJB) von Matthias Rust nach Berlin gebracht. Nach Angaben des Museums ist sie dort künftig ausgestellt. Eine Ausstellung im Foyer informiert über die Geschichte der Einmot.

Während über den "Kreml-Flieger" in den folgenden Jahren noch in den Medien berichtet wurde, verlor sich die Spur des viersitzigen Flugzeuges im Dunkeln.

Das Deutsche Technikmuseum hat sich nach eigenen Angaben auf die Suche nach der Cessna 172 begeben, sie schließlich in Japan entdeckt und Ende 2008 zurück nach Deutschland gebracht.

Wie das Technikmuseum mitteilte, verkaufte der  Hamburger Aeroclub die Cessna an eine Kosmetikfirma noch während sie sich auf dem Boden der UdSSR befand. Im Oktober 1987 erhielt die Cessna 172 die Starterlaubnis für den Heimflug und landete unter großem Interesse der Medien und der Öffentlichkeit am 19.10.1987 auf dem Hamburger Flughafen.

Nach Stationen in München und Paris wurde das Leichtflugzeug nach Angaben des Museums 1988 nach Japan verkauft. Die nächsten 15 Jahre war es als Attraktion vor einem Sportclub in der japanischen Stadt Utsunomiya nördlich von Tokio unter freiem Himmel aufgestellt. Mit dem Verkauf des Sportclubs 2003 wechselte die Maschine erneut den Besitzer. Da sie durch das Stehen im Freien inzwischen unansehnlich geworden war, wurde die Cessna zerlegt und in einer Lagerhalle abgestellt.

"Nach umfangreichen Recherchen hat das Deutsche Technikmuseum die Maschine in der Nähe von Utsunomiya aufgespürt und den Eigentümer für eine Abgabe nach Berlin gewinnen können", erklärte das Technikmuseum. Im Oktober 2008 machten Mitarbeiter des Museums die Cessna in Japan transportfertig und brachten sie nach Deutschland.

Die Cessna ist in einem guten Zustand, wenn auch nach den vielen Jahren unter freiem Himmel leicht verwittert. Nach kleineren Reparaturen soll sie ab dem 29. Mai 2009 im Museum zu sehen sein.

Langfristig plant die Abteilung Luftfahrt, die Maschine zusammen mit einer De Havilland DHC-2 Beaver und einer Let Z-37 aus dem Bestand des Museums in einer Ausstellung mit dem Titel „Fliegen über den Eisernen Vorhang“ zu zeigen. Die Ausstellung wird Fragen des internationalen Luftfahrtrechts zu Zeiten des Kalten Krieges thematisieren und Beispiele für Verletzungen dieses Rechts aufzeigen – darunter auch die illegale Landung der Cessna 172 in Moskau, teilte das Technikmuseum mit.



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