20.06.2016
FLUG REVUE

Drohne Northrop SandstormUSA bauen ABC-Spürdrohneneinheit auf

Das Unternehmen "Unmanned Systems Inc." baut in den USA im Auftrag des Energieministeriums eine Trainingseinheit auf, die zivile Piloten als Operateure von ABC-Spürdrohnen ausbildet.

Northrop Sandstorm UAV

Die Spürdrohne Northrop Sandstorm, hier ein Archivbild, wird in der zivilen Version des US-Energieministeriums elektrisch angetrieben. Foto und Copyright: Northrop Grumman  

 

Das amerikanische Energieministerium untersuche den Nutzen von Drohnen zur Aufklärung radioaktiver Notfälle, berichtete die Webseite "Las Vegas Review-Journal". Deshalb ergänze die zuständige "National Nuclear Security Administration" derzeit ihre Flotte bemannter Spürflugzeuge und Hubschrauber um Drohnen. Dabei handele es sich um die einmotorige Drohne Northrop Sandstorm, die künftig bei mit der japanischen Reaktorkatastrophe in Fukushima vergleichbaren Fällen zum Einsatz kommen solle.

Die 2,40 Meter langen Drohnen mit 4,50 Meter Spannweite tragen jeweils bis zu 15 Kilogramm Nutzlast, insbesondere Messinstrumente für Strahlung und optische Aufklärungssysteme. Sie funken ihre Daten an eine Bodenstation, von der aus auch die Steuerung erfolgt. Als Drohnen-Betreiber ist das 2003 gegründete Unternehmen "Unmanned Systems Inc." ausgewählt worden. Die elektrisch angetriebenen Drohnen können rund vier Stunden in der Luft bleiben und erreichen bis zu 3000 Meter Höhe. Der Trainingsbetrieb hat bereits an der Nevada National Security Site, nahe Las Vegas, auf dem dortigen Desert Rock Airport begonnen.

Unmanned Systems hat, so die Webseite, bereits einen Aufrag für 240.000 Dollar erhalten, um zwei Sandstorm-Drohnen zu betreiben, zu warten und zu untersützen. Das Unternehmen bildet in Montana auch Drohnenpiloten für die US Air Force aus. Das zivile ABC-Drohnenprojekt soll am Ende elf Drohnenpiloten ausbilden, die in Nellis, Nevada, und auf der Joint Base Andrews in Maryland stationiert werden.

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www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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