07.02.2009
FLUG REVUE

40 Jahre Jumbo-ErstflugVor 40 Jahren startet die Boeing 747 zum Jungfernflug

Als die erste Boeing 747 am 9. Februar 1969 in Seattle zu ihrem Jungfernflug startet, ahnt wohl kaum einer der Anwesenden den künftigen Erfolg der Flugzeugfamilie. Mehr als 1500 Exemplare sind inzwischen bestellt. Bei vielen Airlines ist die Boeing 747 heute noch das Flaggschiff der Langstreckenflotte.

Am 13. April 1966 hatte Pan Am den Startauftrag über 25 Exemplare gezeichnet. Für die Airlines und die Airports bedeutete die Boeing 747 damals einen weitaus größeren Sprung, als es 40 Jahre später der Wechsel von der 747 zur A380 sein sollte: Bis zum Start der 747 war die Boeing 707 mit ihren rund 150 Plätzen das Maß der Dinge im Interkontverkehr. Jetzt rollte ein Flugzeug ans Gate, das mit 350 bis 400 Gästen fast die dreifache Kapazität hatte.

Auf die Boeing 747-100 folgte rasch die Version 747-200B. Sie zählt neben der späteren 747-400 zu den am weitesten verbreiteten Serien des Jumbo Jets. Mitte der 80er Jahre folgte die 747-300 mit verlängertem Oberdeck, in den 90er Jahren entwickelte sich die 747-400 zum Flaggschiff auf der Langstrecke bei vielen großen Airlines. Die 747-400 wurde seit 1990 in zahlreichen Punkten verbessert und überarbeitet. Eher ein Nischenprodukt war die 747SP mit verkürztem Rumpf für besonders große Reichweite. 

Als neueste Version bietet der US-Hersteller die 747-8 an. Das Flugzeug hat im Vergleich zum Vorgänger neue Triebwerke und eine überarbeitete Tragfläche. Für die Frachtversion liegen bereits Aufträge zahlreicher Kunden vor, Startkunde für die Passagierversion ist die Lufthansa.

Besonders charakteristisch für die 747 ist der Buckel mit Cockpit und Upper Deck. Rund neun Meter über dem Boden sitzt die Besatzung - zum Vergleich - im Airbus A380 sind es nur etwa sieben Meter. Die Ausstattung des oberen Decks haben die Fluggesellschaften unterschiedlich vorgenommen. In den 70er Jahren gab es bei einigen Versionen noch eine Bar wie heute in der A380. In der Regel wurden auf dem Oberdeck aber ebenso wie auf dem Hauptdeck Plätze für zahlende Gäste eingebaut. Lufthansa hat zum Beispiel in ihrer 747-400 Flotte die First im Oberdeck, bei anderen Gesellschaften wie Singapore Airlines oder Thai ist hier noch eine weitere Business-Class Sektion.

Die 747 ist nicht nur bei den Fluggesellschaften im Passagier- und Frachtdienst im Einsatz. So betreibt zum Beispiel die amerikanische Air Force Spezialversionen als fliegender Kommandostand. Außerdem reist der Präsident mit einer speziell modifizierten 747-200 (VC-25). Die amerikanische Raumfahrtbehörde NASA nutzt die 747 als Transporter für die Space Shuttles sowie auch als Forschungsträger.



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