31.03.2017
FLUG REVUE

Luftfahrtkongress 2017Verbände fordern „Schulterschluss für den Luftfahrtstandort Deutschland“

Mit Forderungen nach „ambitionierter Forschungsförderung“ und „wettbewerbsfähigen Rahmenbedingungen“ gingen der BDI, der BDL und der BDLI in den Luftfahrtkongress in Berlin.

MUC Terminal

Die Abschaffung der Luftverkehrssteuer zählt zu den zentralen Forderungender Luftverkehrswirtschaft (Foto: Flughafen München).  

 

„Industrie, Luftverkehrswirtschaft und Luftfahrtindustrie verlangen zur nachhaltigen Stärkung des Luftfahrtstandortes Deutschland einen Schulterschluss zwischen Politik, Wirtschaft und Gewerkschaften“, so Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) und der Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI).

Konkret geht es in einem von den Verbänden vorgelegten Papier um Punkte wie den Ausbau der Forschungsförderung für hochinnovative Spitzentechnologie, die Abschaffung der Luftverkehrsteuer, die Übernahme von Kosten der Luftsicherheit durch die öffentliche Hand, die bedarfsgerechte Weiterentwicklung der Flughafeninfrastruktur und keine weiteren Betriebsbeschränkungen, ein  Förderprogramm für private Investitionen in leiseren und energieeffizienteren Luftverkehr in Deutschland sowie eine regelmäßige Bund-Länder-Konferenz mit Bundes- und Landespolitik, Luftfahrtunternehmen und Gewerkschaften.

„Unsere gemeinsam erarbeitete hervorragende Marktposition, an der auch unsere starke, mittelständisch geprägte Zuliefererindustrie einen wichtigen Anteil hat, können wir nur dann erhalten, wenn auch in Zukunft Innovationen in Produkte der Spitzentechnologie und damit in Markterfolge umgesetzt werden. Dazu bedarf es einer ambitionierten Forschungsförderung, Maßnahmen zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit sowie des Eintretens für einen fairen Wettbewerb in aller Welt,“ sagte BDLI-Präsident Klaus Richter.

BDI-Präsident Dieter Kempf: „Eine moderne Industrienation wie Deutschland ist auf effiziente Luftverkehrssysteme und eine leistungsfähige Luftfahrtindustrie angewiesen. … Nach der Brexit-Erklärung fordert die Wirtschaft auf beiden Seiten des Ärmelkanals schnellstmöglich Klarheit und Rechtssicherheit. Nun muss es maximale Schadensbegrenzung geben.“



Weitere interessante Inhalte
Bodenerprobung in Frankreich Safran testet hybrid-elektrischen Antrieb

20.07.2018 - Der französische Luftfahrtkonzern Safran entwickelt derzeit einen verteilten hybrid-elektrischen Antrieb für Luftfahrzeuge. Nun wurde der Demonstrator erstmals angelassen. … weiter

Farnborough Airshow Verkaufsbilanz: Boeing vor Airbus

19.07.2018 - Auf der Luftfahrtmesse in Farnborough hatte diesmal Boeing bei der üblichen Verkaufsshow die Nase mit 673 zu 431 Flugzeugen vorn. … weiter

UPDATE: Fast 1500 Aufträge und Absichtserklärungen Farnborough 2018: Die Bestellungen

19.07.2018 - Auf der Airshow in Farnborough gaben Airbus, Boeing und Co. wieder eine Flut von Aufträgen bekannt. Am Ende stehen knapp 1500 Flugzeuge - meist als Absichtserklärungen - in den Büchern. Dies sind … weiter

Rolls-Royce Mini-Roboter für die Triebwerkswartung

19.07.2018 - Von Fernreparaturen bis zu käferähnlichen Maschinen in der Brennkammer: Rolls-Royce stellte in Farnborough Ideen für die Instandhaltung der Zukunft vor. … weiter

Erster A380-Gebrauchtjet Hifly A380 trägt Sonderanstrich

19.07.2018 - Die erste Second-Hand-A380 fliegt für die portugiesische Leasingfirma Hifly und deren maltesische Tochter Hifly Malta. Mit einem spektakulären Sonderanstrich wirbt der Vierstrahler für den Schutz der … weiter


FLUG REVUE 08/2018

FLUG REVUE
08/2018
09.07.2018

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- Stationen im All: Was kommt nach der ISS?
- Rafale fliegt auf der "Bush"
- Flugzeugbau virtuell: Alles wird digital
- Joon: Der Billigflieger von Air France
- Airbus-Lieferzentrum: Hochbetrieb in Hamburg