Mit der französischen Rüstungsbehörde DGA hat Rumänien einen Vertrag über die Beschaffung von zwölf Airbus Helicopters H225M geschlossen. Im Rahmen des SAFE-Programms der Europäischen Kommission erhält Rumänien finanzielle Unterstützung zur Stärkung seiner Verteidigungsfähigkeit und zur Schließung von Fähigkeitslücken. Finanzielle Details und der Zeitplan wurden nicht veröffentlicht. Mit den zwölf Maschinen soll der Ersatz der bisher genutzten IAR-330 beginnen. Dabei handelt es sich um den in Rumänien in Lizenz gebauten Puma. Das Land hat bereits zwei H215M in Marine-Konfiguration sowie sieben H160 und fünf H145 (letztere für Einsätze zur öffentlichen Sicherheit) bestellt.
Am 7. Oktober hat derweil offiziell die Produktion der ersten Caracal-Hubschrauber für die Niederlande begonnen. Sie sollen bei den Spezialkräften des Landes zum Einsatz kommen und verfügen über eine entsprechende Sonderausstattung. Der Hubschrauber ist Teil eines größeren Verteidigungsprogramms unter dem Namen SOF Air Rotary Wing (RW).
In Dienst ab 2030
Die Erprobung des neuen Musters ist für 2028 vorgesehen. Die erste Auslieferung erwarten die Niederländer für Anfang 2030. Die Caracal wird dann bei der 300 Squadron in Dienst gehen. Insgesamt sind zwölf Exemplare bestellt.
Bis dato befinden sich mehr als 350 H225 und H225M weltweit im Dienst. Sie haben zusammen mehr als eine Million Flugstunden absolviert. Aktuell haben sich zwölf Nationen für die Militärversion H225M entschieden. Dazu zählen Brasilien, Frankreich, Indonesien, Irak, Kuwait, Malaysia, Marokko, Mexiko, die Niederlande, Singapur, Thailand und Ungarn.
Super Puma bleibt aktuell
Wie der Chef des Super-Puma-Programms bei Airbus Helicopter, Michel Macia, klarstellt, bleibt das Muster noch längere Zeit aktuell. "Wir werden es noch für die nächsten 40 Jahre produzieren", sagte er heute während eines Briefings in Marignane bei Marseille. Er rechnet aktuell mit einer Produktionsrate von 20 bis 25 Hubschraubern pro Jahr.
Derzeit laufen auf militärischem Gebiet mehrere Verbesserungsmaßnahmen. Neben dem optimierten Selbstschutz steht vor allem die Zusammenarbeit mit unbemannten Flugsystemen im Vordergrund. So gab es bereits in diesem Februar ein Testprogramm in Singapur mit der dortigen Rüstungsbehörde und den Luftstreitkräften, bei dem eine H225M mit einer Flexrotor-Drohne von Airbus gemeinsame Einsätze flog. Auch die Erweiterung des Waffenarsenals mit Raketen und Lenkflugkörpern ist in Arbeit.
Brandbekämpfung gefragt
Auf dem zivilen Sektor sieht Macia wachsendes Potential auf dem Gebiet der Brandbekämpfung. Früher hätten die Staaten bei ihren Verträgen vor allem auf gebrauchte Maschinen gesetzt. Jetzt investierten sie in eigenes Fluggerät. Auch die Dauer der Verträge nimmt zu: etwa von früher sechs Monaten zu jetzt bis zu fünf Jahren und mehr.
In der Brandbekämpfungsrolle kann das Muster 4000 Liter auf einmal abwerfen. Gemäß Macia sind 50.000 Liter pro Stunde und 140 Abwürfe pro Tag möglich. Für die Zukunft arbeitet Airbus an verbesserter Konnektivität, um mit Drohnen zusammenzuarbeiten. Außerdem sollen auch Einsätze bei Nacht erfolgen können.





