Armenien als Kunde des L-39 Skyfox enthüllt: Neue Jet-Trainer für armenisiche Luftwaffe

Neue Jet-Trainer für armenisiche Luftwaffe
Armenien als Kunde des L-39 Skyfox enthüllt

ArtikeldatumVeröffentlicht am 21.10.2026
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 L-39 Skyfox
Foto: Verteidigungsministerium der Republik Armenien

Armenien ist offenbar ein bislang nicht öffentlich bekannter Kunde des Advanced Trainers und leichten Kampfflugzeugs L-39 Skyfox des tschechischen Herstellers Aero Vodochody. Das armenische Verteidigungsministerium veröffentlichte am 20. Oktober 2026 mehrere Bilder, die Verteidigungsminister Suren Papikjan beim Besuch des Werks nahe Prag zeigen. Auf einem Foto ist eine fertige Maschine in den Markierungen der armenischen Luftwaffe (HRU) zu sehen.

Drei Maschinen vor Ort

Nach Angaben aus Armenien wurden dem Minister bei seinem Besuch die ersten für die HRU gebauten Flugzeuge vorgeführt. Auf dem Flugplatz des Herstellers flogen zwei Skyfox mit den Bordnummern "11" und "12" (Seriennummern 0527 und 0528). Ihre armenischen Hoheitszeichen waren dabei mit tschechischen Flaggen überklebt.

In der Werkhalle stand zudem eine dritte Maschine mit der Bordnummer "14" (Seriennummer 0529), die bereits vollständig in den Farben der armenischen Luftwaffe lackiert ist.

Zur Zahl der bestellten Flugzeuge und zu Lieferterminen machte das Ministerium keine Angaben. Gerüchte über einen armenischen Kauf waren bereits Anfang September aufgekommen.

Schon im Juni 2026 hatte Aero Vodochody die Fertigstellung von vier Skyfox für einen nicht genannten Kunden gemeldet. Damals wurde spekuliert, dahinter könne Armenien stehen.

Kleine Luftwaffe mit Altbestand

Wie Janes berichtet, verfügt die HRU nur über wenige Flugzeugflotten, die überwiegend aus Typen aus Sowjetzeiten bestehen.

Für Fortgeschrittenenschulung und leichte Kampfeinsätze nutzt sie sechs Aero L-39C Albatros, die 2004 geliefert wurden und damit vergleichsweise jung sind.

Sie fliegen bei der 121. Angriffsfliegerstaffel auf dem Flughafen Shirak, wo auch die Erdkampfflugzeuge Suchoi Su-25 stationiert sind.

Gegenüber der Basisversion L-39 bietet die Skyfox eine Reihe von Verbesserungen. Der Trainer wird von einem stärkeren Turbofan-Triebwerk von Williams International, dem FJ44-4M, angetrieben, und besitzt ein modernes Cockpit sowie eine leichtere Zelle als sein Vorgänger.

Mit fünf Außenlaststationen statt zwei beim Basismodell kann die neue L-39 eine breitere Palette an Waffen und Lasten tragen; optional ist ein Waffenbehälter mit Bordkanone möglich.