Am 5. Oktober landete eine ganz besondere Lightning II auf der Ebbing Air National Guard Base bei Fort Smith in Arkansas. Frisch vom Hersteller Lockheed Martin aus Fort Worth kommend, setzte die F-35A mit der Kennung 35+01 auf der Piste auf – die erste Maschine der Luftwaffe. Anschließend rollte das Kampfflugzeug unter den traditionellen Wasserfontänen hindurch. Am Steuer saß allerdings kein deutscher Pilot, sondern Major Eric Fesmire von der 85th Fighter Group der US Air Force. Nun kann die Pilotenausbildung auf dem Muster nach ersten Einsätzen im Simulator auch in der Realität beginnen.
Verantwortlich dafür ist die 1. Deutsche Luftwaffenausbildungsstaffel. Sie gehört zum 2016 gegründeten German Air Force Tactical Training Command/USA (GAFTTCOM USA). Ebbing ist aber auch Trainingsstandort für andere F-35-Betreiber. Diese Entscheidung hatte die USAF im März 2023 getroffen. So bildet Polen seit Frühjahr 2025 hier Personal aus. Auch Finnland trainiert hier schon. Neben Deutschland werden in Zukunft auch Griechenland, Rumänien, die Schweiz, Singapur und Tschechien hinzukommen. Die USAF beteiligt sich mit der 85th Fighter Group an der Ausbildung. Die Einheit untersteht dem in Eglin beheimateten 33rd Fighter Wing und arbeitet eng mit dem 188th Wing in Ebbing zusammen.
Die erste deutsche F-35A hatte am 18. September in Fort Worth ihr feierliches Roll-out gefeiert. Am 14. Dezember 2022 hatte der Bundestag die Mittel für die F-35-Beschaffung freigegeben (35 Flugzeuge, 8,3 Milliarden Euro). Knapp zwei Jahre später begann in den USA der Bau des ersten Flugzeugs (Seriennummer MG-01). Im Februar 2026 startete die Endmontage, und im Mai erhielt die MG-01 ihr F135-Triebwerk. Nach der Lackierung und Beschichtung (Final Finishes) im August startete schließlich Lockheed Martin-Testpilot Scott McLaren, Callsign Shark, mit der MG-01 am 8. September zum Erstflug.





