Der südkoreanische Luftfahrtkonzern Korea Aerospace Industries (KAI) hat erstmals einen bemannten Kampfjet gemeinsam mit einer unbemannten Drohne im Verband fliegen lassen.
Wie das Unternehmen mitteilte, fand der Test über der Region Goheung in der Provinz Süd-Jeolla statt. Dabei flog das Überschallflugzeug FA-50 gemeinsam mit der Eigenentwicklung AAP (Adaptable Aerial Platform).
Laut KAI blieben beide Maschinen rund 20 Minuten lang in Formation. Der Abstand zwischen ihnen lag zwischen etwa 9 und 30 Metern. Geflogen wurde in rund 2,1 Kilometern Höhe südlich von Goheung.
Das Tempo von 360 Kilometern pro Stunde wählte das Unternehmen eigenen Angaben zufolge mit Blick auf Flugstabilität und Beherrschbarkeit. Die AAP ist deutlich schneller: Sie erreicht laut KAI bis zu 790 Kilometer pro Stunde. Geschwindigkeit und Einsatzreichweite sollen schrittweise ausgebaut werden.
Eine Drohne, gesteuert von KI
Bei der AAP handelt es sich um eine Drohne der 150-Kilogramm-Klasse, die KAI seit 2024 aus eigenen Mitteln entwickelt. Sie wird von einem Strahltriebwerk angetrieben, ist 3,1 Meter lang und 2,2 Meter breit.
Ihren Erstflug absolvierte sie im Oktober 2025 und wird seither fortlaufend erprobt. Gesteuert wird sie bei den Demonstrationsflügen von der KI-Pilotensoftware "KAiLOT”, mit der KAI die autonomen Flugfähigkeiten weiterentwickeln will.
Was die Drohne künftig leisten soll
Die AAP soll künftig im Rahmen sogenannter Manned-Unmanned-Teaming-Konzepte gemeinsam mit bemannten Kampfflugzeugen und weiteren unbemannten Fluggeräten Staffeln bilden. Mögliche Aufgaben sind laut KAI Aufklärung, elektronische Störung, Täuschung und Angriffe.
Auf Basis der gewonnenen Daten will KAI nun Flüge mit mehreren Fluggeräten im Verband erproben. Zudem plant das Unternehmen Demonstrationen, bei denen die AAP von der FA-50 aus gesteuert wird und beide Maschinen gemeinsam einen Einsatz fliegen. Damit will KAI Technologien sichern, die für ein künftiges unbemanntes Kampfflugzeug (MUCCA) nötig wären.





