US-Bomber-Dinosaurier bekommt neue Waffe – B‑52H erhält LRASM-Anti-Schiffsflugkörper

US-Bomber-Dinosaurier bekommt neue Waffe
B-52H erhält LRASM-Anti-Schiffsflugkörper

ArtikeldatumVeröffentlicht am 13.10.2026
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Wie aus dem SAM-Ausschreibungsportal der USA hervorgeht, hat das Pentagon Lockheed Martin mit der Integration des LRASM-Anti-Schiffsflugkörpers in die Boeing B-52H Stratofortress beauftragt. Die Arbeiten schließen auch Tests und Software-Upgrades ein. Die Vertragsnotiz nennt aber keine zeitlichen und finanziellen Details.

Die Long-Range Anti-Ship Missile trägt die Bezeichnung AGM-158C. Dabei handelt es sich um eine Ableitung des Luft-Boden-Flugkörpers JASSM (AGM-158B Joint Air-to-Surface Standoff Missile). Aufgrund der geringen Entdeckbarkeit durch gegnerische Radarsysteme eignet sich die Waffe zur Bekämpfung gut verteidigter Ziele. Nach dem Abschuss erfolgt die Navigation zunächst über das eingebaute GPS‑System. Im Einsatzgebiet übernehmen dann Sensoren, die das Ziel selbstständig erkennen sollen.

Lightning II bekommt ebenfalls LRASM

Derzeit sind nur die Boeing F/A-18 Super Hornet bei der US Navy und die B-1B Lancer bei der US Air Force für den Einsatz der AGM-158C zugelassen. Auch die Northrop Grumman B-2 Spirit hat die Waffe schon eingesetzt, unter anderem im Juni bei der Übung Valiant Shield im Philippinischen Meer. Offizielle Angaben über die Reichweite des Flugkörpers gibt es bis dato nicht. Die Integration in die Lockheed Martin F-35B und F-35C Lightning II läuft bereits.

Bis zu 20 Flugkörper

Für den Einsatz gegen Schiffe stellt die Ausstattung der B-52 mit der LRASM einen deutlichen Fähigkeitszuwachs für die US Air Force dar. Schließlich kann die Stratofortress bis zu 20 Stück der verwandten JASSM tragen. Die maximale Zahl an mitzuführenden AGM-158C dürfte daher ebenso in diesem Bereich liegen.