US-Flugzeugträger mit Abschuss-Markierungen – USS Lincoln kehrt nach Horror-Einsatz zurück

US-Flugzeugträger mit Abschuss-Markierungen
USS Lincoln kehrt aus Iran-Krieg zurück

ArtikeldatumVeröffentlicht am 10.10.2026
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Am 8. Oktober kehrte der Flugzeugträger USS Abraham Lincoln CVN-72 nach zehn Monaten auf See zu seiner Heimatbasis in San Diego, Kalifornien, zurück. Dass der Carrier an den Einsätzen gegen den Iran teilgenommen hatte, ließ sich schon von weitem erkennen. Die Inselstruktur, die unter anderem die Brücke beherbergt, war mit mehr als 100 Abschussmarkierungen versehen. Solche Zeichen finden sich oft auf Luftfahrzeugen, auf einem nuklear angetriebenen Flugzeugträger sind sie aber eher ungewöhnlich.

Ein Großteil der Markierungen entfällt auf Shahed-Drohnen. Aber auch Schiffs-Silhouetten sind aufgemalt. Einen Tag vor der Ankunft im Hafen hatte der "Secretary of War" Pete Hegseth das Schiff und seine Besatzung besucht. Seinen Aussagen zufolge hätte der Verband zwischen dem 28. Februar und dem 22. August 77 Angriffsdrohnen abgeschossen und 64 Schiffe versenkt. Insgesamt hat die Trägergruppe 3693 Kampfeinsätze durchgeführt, bei denen 620.000 Tonnen an Waffen eingesetzt wurden. Auch Tanker und U-Boote gehörten zu den Opfern, wie entsprechende "Kill Markings" auf einigen Bordflugzeugen zeigten.

Schlechte Bedingungen an Bord

Die Einsatzfahrt der CVN-72 war um ganze vier Monate länger als normalerweise üblich. Zwischenzeitlich gab es Berichte über die schlechter werdenden Lebensbedingungen an Bord. Angeblich gab es einen Mangel an Lebensmitteln und Probleme mit den sanitären Einrichtungen. Unbestätigten Meldungen zufolge sollen sogar einige Besatzungsmitglieder aus Verzweiflung versucht haben, über Bord zu gehen. Nach der Rückkehr gab der Kapitän des Schiffs, Admiral Daniel Keeler, zu, dass es im März und April Engpässe gegeben habe. Aber: "Damals haben wir – glaube ich – der Besatzung sehr gut erklärt, warum uns bestimmte Vorräte für eine Weile vielleicht etwas knapp werden würden. ... Ich hatte alle Vorräte, die ich für den Kampfeinsatz brauchte", sagte er. "Wir haben keinen einzigen Einsatz verpasst. Wir haben vier Mahlzeiten am Tag ausgegeben: 14.000 bis 16.000 pro Tag für die gesamte Besatzung." Auch bei den Toiletten sei die Lage nicht prekär gewesen. "Es ist eine riesige, schwimmende Stadt; man sieht ja, wie groß sie ist. Es kann jederzeit eine verstopfte Toilette geben. So etwas kommt vor", meinte Keeler.

USS Abraham Lincoln läuft in Heimathafen ein
US Navy

322 Tage auf See

Die Lincoln war am 21. November 2025 in San Diego zu der Einsatzfahrt aufgebrochen. Nach dem Aufenthalt in Asien im Bereich der 7th Fleet erreichte sie Ende Januar 2026 das nordarabische Meer. Dort begannen die Missionen im Rahmen der Operation Epic Fury. Ende August machte sich der Carrier dann wieder auf den Heimweg. Als Ablösung traf die Trägerkampfgruppe der USS George Washington in der Region ein. Die Rückfahrt der Lincoln erfolgte über die Meerenge von Singapur, Guam und Hawaii.

An Bord der CVN-72 befand sich das Trägergeschwader CVW-9. Dazu gehörten drei Super-Hornet-Staffeln: VFA-41 Black Aces (F/A-18F), VFA-14 Tophatters (F/A-18E) und VFA-151 Vigilantes (F/A-18E). Vom US Marine Corps befand sich die VMFA-314 Black Knights mit der F-35C an Bord. Weitere Einheiten waren die VAQ-133 Wizards (EA-18G), VAW-117 Wallbanger (E-2D), HSC-14 Charger (MH-60S) und HSM-71 Raptors (MH-60R). Für die Versorgung auf dem Luftweg war die VRM-30 mit CMV-22B zuständig.