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Airbus Helicopters H160M Guépard. Airbus Helicopters
Airbus Helicopters H160M Guépard.
Airbus Helicopters H160M Guépard.
Airbus Helicopters H160M Guépard.
Airbus Helicopters H160M Guépard. 7 Bilder

Frankreich bestellt erste H160M bei Airbus Helicopters

169 Hubschrauber für zehn Milliarden Euro geplant Frankreich bestellt erste H160M

Die französische Beschaffungsbehörde DGA hat mit Airbus Helicopters einen Vertrag über die Entwicklung und Beschaffung des H160M im Rahmen des Programms für einen leichten Universalhubschrauber (HIL) unterzeichnet.

Der Vertrag umfasst die Entwicklung mehrerer Prototypen und die Lieferung einer ersten Serie von 30 Maschinen (21 für das Heer, 8 für die Marine und eine für die Luftwaffe).

Das französische Verteidigungsministerium plant die Beschaffung von insgesamt 169 Hubschraubern des Typs H160M oder Guépard, wie er in den französischen Streitkräften genannt wird. Das HIL-Programm hat einen Wert von etwa zehn Milliarden Euro. Es soll dazu beitragen, dass über 2000 Arbeitsplätze in Frankreich dauerhaft erhalten bleiben.

Die Helikopter sind für das Heer (80), die Marine (49) und die Luftwaffe (40) bestimmt. Dazu kommen zehn weitere für die Gendarmerie, ein Kauf, der im Rahmen des Plans zur Unterstützung der Luftfahrtindustrie beschlossen wurde und einen Wert von über 200 Millionen Euro hat. Die Auslieferungen sollen 2027 beginnen, zunächst für das französische Heer.

Dank Spezialausrüstungen für jede Teilstreitkraft wird der Guépard eine Vielzahl von Missionen durchführen können:

# Für die 80 Guépard des Heeres: Bewaffnete Aufklärung, Feuerunterstützung, Infiltration von Spezialkräften, Führungsunterstützung

# Für die 49 Guépard der französischen Marine: Kampf zur See, Schutz und Unterstützung der Seestreitkräfte, maritime Sonderaktionen, staatliche Maßnahmen auf See

# Für die 40 Guépard der Armée de l´Air et de l´Espace : Überwachung und Verteidigung des Luftraums, Suche und Rettung, Feuerunterstützung und Aufklärung.

Umfangreiche Ausrüstung

Der H160M Guépard wird mit dem elektro-optischen System Euroflir 410 von Safran, der Cockpit-Avioniksuite FlytX von Thales und dem Radar AirMaster C ausgestattet. Die Piloten können das Thales TopOwl Helmet-mounted Sight & Display nutzen. Der Guépard wird außerdem mit einem Selbstschutzsystem, einem Satellitenkommunikationssystem und einem taktischen Datenlink-System ausgestattet sein. Die Bewaffnung umfasst die MBDA ANL-Anti-Schiffsrakete sowie an der Gondel und an der Tür montierte Kanonen.

Als militarisierte Version des neuen H160-Modells der zivilen Hubschrauberreihe von Airbus wird der Guépard die derzeit im Einsatz befindlichen Hubschrauber der Typen Gazelle, Alouette III, Dauphin, Panther und Fennec ersetzen. Das Konzept der "einheitlichen Flotte" wird es ermöglichen, die Entwicklungskosten zwischen den drei Teilstreikträften aufzuteilen. Es wird auch die Optimierung der Unterstützung ermöglichen, indem es von Skaleneffekten, z. B. bei den Ersatzteilbeständen, profitiert.

Industrie-Wartungsvertrag

Airbus Helicopters wird in den ersten zehn Jahren ab der Auslieferung des ersten Hubschraubers für die Unterstützung des Flugzeugs zuständig sein. Dies steht im Einklang mit der Reform der Wartung und Instandhaltung, die von der französischenVerteidigungsministerin im Dezember 2017 beschlossen und von der Direktion für Luftfahrtinstandhaltung (DMAé) umgesetzt wurde. Die Einbindung des Industrieunternehmens ab der Notifizierung des Auftrags für Unterstützungsleistungen im Betrieb soll die Verfügbarkeit der Hubschrauber zu vorhersehbaren Kosten garantieren.

Der Beginn der Realisierung des Guépard sichert die industrielle Aktivität des Airbus Helicopters-Standorts Marignane für die nächsten 15 Jahre. Es handelt sich um ein Programm, das die gesamte französische Luftfahrtindustrie und insbesondere ihre kleinen und mittleren Unternehmen im ganzen Land unterstützen wird. 80 Prozent der Zulieferer der H160-Teile sind in Frankreich angesiedelt, vor allem im Süden des Landes.