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Airbus A350-1000

Mehr Sicherheit bei Druckabfall in der Kabine

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Im ersten, an Qatar ausgelieferten Airbus A350-1000 kommt ein neues Sicherheitsfeature zum Einsatz. Es soll laut Airbus künftig auch in der kürzeren A350-900 zum Standard werden.

Das neue System namens Automated Emergency Descent (AED) schaltet bei einem Druckabfall in der Kabine automatisch auf Autopilot um, um das Flugzeug schnell in eine niedrigere, sichere Höhe zu bringen. Nach Angaben von Airbus ist das AED die erste Anwendung ihrer Art in einem großen kommerziellen Flugzeug. 

"Druckabfälle sind extrem selten", sagt Yann Besse, Airbus-Ingenieur im Autopilot-Labortest-Team. "Unser Ziel war ein einfaches System, das die Arbeitsbelastung wesentlich verringert, wenn ein schneller Abstieg nötig ist." Der AED-Modus wird ausgelöst, wenn der Kabinendruck unter eine bestimmte Grenze sinkt. Nachdem die Besatzung informiert wurde, schaltet das System auf Autopilot, wenn es innerhalb von 15 Sekunden keine Reaktion der Crew gab.

Das AED benötigt eine nahtlose Schnittstelle zwischen dem Autopilot und den Kabinendrucksystemen. Dafür mussten die Ingenieure, die für die jeweiligen Systeme zuständig sind, eng zusammenarbeiten, auch über verschiedene Standorte hinweg. "Der Autopilot-Teststand ist in Toulouse und die Kabinendruckanlage ist in Hamburg", so Besse. Die Teams beider Standorte modifizierten ihre Prüfstandsnetzwerke so, dass sie in Echtzeit miteinander verbunden werden konnten.

In der A350-1000 gehört das AED zur Standardausrüstung. Für die kürzere A350-900 befindet sich das System nach Angaben von Airbus derzeit noch im Zulassungsprozess, der aber bald abgeschlossen sein soll. Man sammle weiter Feedback von A350-Piloten und untersuche, ob das AED auch in andere Flugzeugtypen ausgerollt werden kann.

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