in Kooperation mit

DFS und Aireon

Weltraumgestützte Überwachung des Luftraums vereinbart

Die Deutsche Flugsicherung GmbH (DFS) und Aireon haben sich auf eine weltraumgestützte Überwachung des deutschen Luftraums mittels ADS-B geeinigt. Nach Angaben von Aireon wurde der Vertrag am 16. November unterzeichnet.

Mit der Vereinbarung erhofft sich die DFS eine Optimierung ihrer bestehenden Systeme. Man wolle mit der weltraumgestützten Flugüberwachung eine Steigerung der Sicherheit und Effizienz bestehender Systeme erreichen, so Ralf Bertsch, Bereichsleiter von Planung und Innovation der DFS.

Die DFS prüfe zurzeit auch, ob die neue Technologie für die Erhöhung der Redundanz eingesetzt werden kann. Im Ausfall von bereits genutzten Systemen soll ein durchgängiger Datenfluss der Luftraumüberwachung sichergestellt werden. Momentan nutzt der deutsche Flugsicherungsdienstleister ausschließlich bodengestütztes Radar und Multilaterationsstationen. Gerade in schwer zugänglichem Gelände ist die Instandhaltung am Boden befindlicher Systeme teuer, wodurch der Einsatz von weltraumgestützter Überwachung Einsparungspotential biete. Neben der Flugüberwachung kann das System auch zur Reduzierung der Treibstoffkosten durch die Optimierung von Flugrouten beitragen.

Laut Aireon soll das System ab 2018 einsatzbereit sein. Nach Fertigstellung der Iridium NEXT Satellitenkonstellation, sollen 100% der Erdoberfläche mit dem Flugüberwachungsservice abgedeckt sein. Insgesamt wird die Satellitenkonstellation aus 66 Einzelsatelliten bestehen, welche sich in einer niedrigen Umlaufbahn um die Erde bewegen.

Das Überwachungssystem von Aireon deckt weltweit die Überwachung von Flugzeugen in Echtzeit ab, welche mit ADS-B ausgerüstet sind. Durch den Einsatz von Satelliten kann auch eine Überwachung von entlegenen Regionen und Ozeanen erfolgen. Das weltraumgestütztes System greift dabei auf Technologien zurück, welche derzeit in Überwachungsstationen am Boden eingesetzt werden. Bei der ADS-B Technologie senden die entsprechend ausgerüsteten Flugzeuge in kurzen Abständen ihre Kennung und Positionsdaten (Höhe, Flugrichtung, Geschwindigkeit), die von der Flugsicherung für die Kontrolle verwendet werden können.

Mit täglich bis zu 10000 Flügen gilt Deutschland als verkehrsreichstes Land in Europa. Die Deutsche Flugsicherung betreibt neben Kontrolltürmen an allen 16 internationalen Verkehrsflughäfen auch vier Kontrollzentren in Deutschland.

Top Aktuell Tanken: Alles fließt! Kraftstoffversorgung von Flugzeugen
Beliebte Artikel V2500 auf dem Prüfstand der MTU Maintenance MTU erhält neuen US-Großauftrag MTU wartet A320 und A321-Antriebe für JetBlue Die Technische Universität München zeigt einen Träger aus mit Kohlestoff verstärktem Granit. „Grüne“ Leichtbaumaterialen TU München forscht zu Carbonfasern aus Algenöl
Stellenangebote BHS Helicopterservice stellt ein Sales Manager & Head of Ground Operations (m/w/d) Stellenausschreibung LBV & das Land Brandenburg Inspektor für Lizenz- und Prüfungswesen (m/w/d) Airbus Defense and Space Manching sucht DICH! EASA/DEMAR PART66 Certifying Staff (m/w/d) CAT B1/CAT B2
Anzeige