in Kooperation mit

DLR und Lufthansa Systems

Forschung für mehr Pünktlichkeit im Flugverkehr

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und Lufthansa Systems forschen gemeinsam an künftigen Konzepten der Netz- und Flugplanung.

DLR-Wissenschaftler können künftig Software der Lufthansa Systems nutzen und weiterentwickeln, das teilte das DLR am Donnerstag mit. Die Kooperation soll dabei helfen, neue Betriebskonzepte, Planungsprozesse und Infrastrukturen für einen sicheren, passagierfreundlichen, ökologischen und ökonomischen Lufttransport zu erforschen. "Der direkte Zugriff auf die Planungssoftware der Lufthansa Systems, die bei mehr als 70 Airlines im Einsatz ist, hilft uns sehr anwendungsnahe Lösungen zu untersuchen", sagt Klaus Lütjens, Abteilungsleiter für Lufttransportbetrieb und -infrastrukturen in der DLR-Einrichtung Lufttransportsysteme in Hamburg.

Die Lufthansa-Systems-Software NetLine/Plan und NetLine/Sched simuliert neue Verbindungen, erstellt Prognosen für Passagierströme auf der Basis von Marktdaten und kalkuliert Auswirkungen auf Kosten und Erträge. Die DLR-Forscher können mit der Software "Was-Wäre-Wenn"-Szenarien durchspielen und dabei herausfinden, welche Modifikationen die Flugplanung besser gegen Störungen wappnet oder wie sich Innovationen auswirken. "Wir können zum Beispiel analysieren, welche Auswirkungen die Entwicklung eines schnelleren Flugzeugs auf die Flugpläne und den Airline-Markt insgesamt hätte", sagt Lütjens. "Daneben nutzen wir die bereitgestellte Software auch als Vergleichsmaßstab für eigene Werkzeuge."

Zudem arbeiten das DLR und Lufthansa Systems seit 2016 im Forschungsprojekt Robuster Flugplan zusammen. Dabei geht es vor allem um die Optimierung des mehrmonatigen Erstellungs- und Anpassungsprozesses, den ein neuer Flugplan durchläuft. An der Erstellung eines Flugplanes sei eine Viehlzahl an Mitarbeitern verschiedenster Bereiche beteiligt, so das DLR. "Wir forschen an Lösungen, um diese Bereiche noch harmonischer für mehr Pünktlichkeit und Effizienz zusammenspielen zu lassen", sagt DLR-Teilprojektleiter Steffen Wenzel. "Wir profitieren von den wissenschaftlichen Erkenntnissen, denn Data Science wird auch in der Luftfahrt immer wichtiger", so Pascal Mougnon, Head of Network Planning Solutions bei Lufthansa Systems. 

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