Russische Drohnen für den Iran: Moskau dementiert Lieferungen

Russische Drohnen für den Iran
Moskau streitet Drohnentransfers nach Teheran ab

ArtikeldatumVeröffentlicht am 27.03.2026
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Shahed-136--Drohne auf Ausstellung
Foto: Fars Media Corporation via Wikimedia (CC-BY 4.0)

Der Kreml bestreitet, dass Russland dem Iran Kamikaze-Drohnen für Gegenangriffe gegen Israel und die USA zur Verfügung stellt. Regierungssprecher Dmitri Peskow machte in seiner wöchentlichen Pressekonferenz deutlich, dass solche Berichte schlicht falsch seien und man ihnen keinen Glauben schenken solle.

Die Financial Times hatte zuvor über solche Lieferungen berichtet und sich dabei auf Aussagen westlicher Nachrichtendienste berufen. Von der Financial Times wurde nicht spezifiziert, um welche Drohnen es sich handeln soll. Allerdings liegt nahe, dass es um die Geran-2 geht. Die Einwegdrohne ist Russlands eigene Version der iranischen Shahed-136.

Dem Bericht nach soll Moskau zusätzlich auch Nahrungsmittel und Medikamente nach Teheran transportieren.

Medizinlieferungen bestätigt

Russlands Behörde für Notfallsituationen hat bereits erklärt, dass tatsächlich medizinische Hilfsgüter in den Iran gehen. Dabei handle es sich aber schlicht um eine humanitäre Maßnahme.

300 Tonnen Medikamente seien bereits geliefert worden. Auch aus Tadschikistan, China und Aserbaidschan kamen Hilfsgüter in den Iran, wie der Rote Halbmond berichtet.

Das Verhältnis zwischen Moskau und Teheran gilt als eng. Die russische Regierung sieht den Angriff Israels und der USA auf den Iran als illegale Aggression, weist allerdings Spekulationen über die Lieferung von Kampfsystemen entschieden zurück.

Formalisierte Partnerschaft

Im Laufe des letzten Jahres verfestigte sich die Allianz zwischen beiden Ländern durch ein offizielles Partnerschaftsabkommen, das den Schutz gemeinsamer Sicherheitsinteressen vorsieht. Im Unterschied zu vergleichbaren Verträgen enthält diese Vereinbarung allerdings keine gegenseitigen Beistandsverpflichtungen im Kriegsfall.

Nach dem Angriff der Ukraine durch Russland hatte der Iran im großen Stil begonnen, Moskau mit Shahed-131 und Shahed-136 zu beliefern.

Geheimdienste im Austausch

Moskau soll Teheran außerdem mit Geheimdienstinformationen versorgen, um die Effektivität von Angriffen auf US-amerikanische Einrichtungen im Nahen Osten zu erhöhen. Diese Behauptungen werden von hochrangigen US-Militärs allerdings als wenig besorgniserregend eingestuft.

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth sagte im Interview mit CBS diesbezüglich, die USA hätten "die besten Geheimdienste der Welt" und die USA wüssten, wer mit wem Geheimdienstinformationen austausche.

Die Washington Post hatte zuvor darüber berichtet, dass Russland unter anderem die Position von US-Kriegsschiffen und Flugzeugen teilen würde.