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Echtzeit-Ortung von Flugzeugen

Malaysia Airlines will Flottenüberwachung verbessern

Die malaysische Fluggesellschaft will ihre Flugzeuge künftig in Echtzeit tracken. Möglich wird das durch satellitenbasierte ADS-B-Technologie.

Malaysian Airlines will die Ortung ihrer Flugzeuge verbessern und arbeitet dafür mit dem Schweizer Luftfahrt-IT-Dienstleister SITAONAIR, der Tochtergesellschaft Aireon des US-Satellitenkommunikationsunternehmens Iridium, sowie der Flugtracking-Plattform FlightAware zusammen.

Das bisherige Trackingsystem AIRCOM FlightTracker von SITAONAIR soll künftig durch Daten des satellitenbasierten ADS-B-Netzwerks (Automatic Dependent Surveillance-Broadcast) von Aireon ergänzt werden, wie SITAONAIR am Dienstag mitteilte.

Über ADS-B-Transponder senden Flugzeuge ihre Position und weitere Flugdaten ungerichtet in regelmäßigen Abständen, Flugsicherungen sowie Flugbetriebszentralen der Airlines können die Daten empfangen und auswerten. Bislang gibt es allerdings vor allem über abgelegenen Regionen sowie über den Polen und dem Meer kaum Möglichkeiten, Flugzeuge zu jedem Zeitpunkt zuverlässig zu orten. Das will Aireon durch den Einsatz von entsprechenden Empfängern auf Iridium-NEXT-Satelliten ändern. Die Satellitenkonstellation soll einmal 66 Satelliten umfassen und 2018 betriebsbereit sein, die ersten zehn Satelliten wurden im Januar 2017 in eine niedrige Umlaufbahn gebracht.

Durch die Satellitenübertragung der ADS-B-Daten und deren Bereitstellung via FlightAware soll es möglich sein, Flugzeuge überall auf der Welt zu jedem Zeitpunkt zu orten. Laut SITAONAIR sind dafür keine neue Avionik oder sonstige Modifikationen an den Flugzeugen nötig, es reicht die bisherige ADS-B-Out-Ausrüstung.

Auch Qatar Airways will die Satellitentechnologie einsetzen

"Malaysia Airlines hat seit dem tragischen Vorfall 2014 eine Führungsrolle in der Industrie eingenommen. Globale Flugzeugortung in Echtzeit, überall auf dem Planeten, wird die Sicherheitsziele von Malaysia Airlines fördern", so Don Thoma, Aireon-CEO. Am 8. März 2014 verschwand eine Boeing 777-200ER von Malaysia Airlines mit 239 Passagieren an Bord über dem indischen Ozean. Knapp drei Jahre später, im Januar 2017, wurde die Suche nach Flug MH370 ergebnislos eingestellt.

Im März 2016 empfahl die internationale Zivilluftfahrtorganisation ICAO, dass Fluggesellschaften schnellstmöglich Technologien zur globalen Echtzeit-Ortung ihrer Flugzeuge einführen sollen. Kern des so genannten Global Aeronautical Distress Safety System (GADSS) ist die Anforderung, dass Flugzeuge ab 2018 unter normalen Bedingungen ihre Position mindestens alle 15 Minuten an das Operationszentrum der Airline schicken. Von 2021 sollen sich Flugzeuge in Notfällen sogar jede Minute melden.

Neben Malaysia Airlines hat sich auch Qatar bereits für den Einsatz eines Echtzeit-Ortungssystems entschieden.

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