Indiens erster eigen gebauter Flugzeugträger "Vikrant". Indische Marine

Flugzeugträger „Vikrant“ an indische Marine übergeben

„Vikrant“ übergeben Indiens erster einheimischer Flugzeugträger geht in Dienst

Die indische Marine hat am Donnerstag den einheimischen Flugzeugträger "Vikrant" von seinem Erbauer, der Cochin Shipyard Limited erhalten.

Die Auslieferung der Vikrant wurde mit der Unterzeichnung der Abnahmeunterlagen im Namen der indischen Marine durch den designierten Kommandanten der Vikrant, Vertreter des Marinehauptquartiers und des Warship Overseeing Teams (Kochi) sowie durch den Vorsitzenden und Geschäftsführer im Namen von Cochin Shipyard Ltd. in Anwesenheit hoher Offiziere der indischen Marine und der Cochin Shipyard gefeiert.

Die offizielle Übergabe erfolgte, nachdem zwischen August 2021 und Juli 2022 umfangreiche Abnahmetests durchgeführt worden waren. Dabei wurde die Leistung des Schiffes, einschließlich des Schiffskörpers, des Hauptantriebs, der Hilfsausrüstung, der Systeme für den Flugbetrieb, der Bewaffnung und der Sensoren sowie der Manövrierfähigkeit gemäß den Testprotokollen und Systemparametern als zufriedenstellend bewertet.

Der vom Directorate of Naval Design (DND) der indischen Marine entworfene und von CSL, einer staatseigenen Werft, gebaute Flugzeugträger trägt den Namen seines berühmten Vorgängers, des ersten indischen Flugzeugträgers, der im Krieg von 1971 eine entscheidende Rolle spielte.

Das Directorate of Naval Design hat den Entwurf des Flugzeugträgers in mehreren Iterationen entwickelt, unter anderem mit Hilfe von 3D-Modellen der virtuellen Realität und moderner Konstruktionssoftware. CSL hat auch seine Schiffbauinfrastruktur modernisiert und die Produktivität beim Bau des Schiffes gesteigert heißt es.

Der 262 Meter lange Flugzeugträger hat eine Gesamtverdrängung von fast 45000 Tonnen und ist damit wesentlich größer und moderner als sein Vorgänger. Das Schiff wird von vier Gasturbinen mit einer Gesamtleistung von 88 MW angetrieben und hat eine Höchstgeschwindigkeit von 28 Knoten.

Das Projekt, dessen Gesamtkosten sich auf fast 20000 Crs Rupien belaufen, wurde in drei Vertragsphasen zwischen dem Verteidigungsministerium und CSL realisiert, die im Mai 2007, Dezember 2014 bzw. Oktober 2019 abgeschlossen wurden. Der Kiel des Schiffes wurde im Februar 2009 gelegt, der Stapellauf erfolgte im August 2013. Mit einem Anteil von 76 % einheimischer Produktion ist die "Vikrant" ein perfektes Beispiel für das Streben der Nation nach "Make in India".

Vikrant wurde mit einem hohen Automatisierungsgrad für den Maschinenbetrieb und die Schiffsnavigation gebaut und ist für die Aufnahme einer Reihe von Starr- und Drehflüglern ausgelegt. Das Schiff ist in der Lage, eine Gruppe von 30 Fluggeräten zu betreiben, das aus MiG-29K-Kampfjets, Kamov-31 und MH-60R-Mehrzweckhubschraubern sowie aus einheimischen Advanced Light Helicopters (ALH) und Light Combat Aircraft (LCA) (Marine) besteht.

Die "Vikrant" verfügt über ein als STOBAR (Short Take-Off but Arrested Landing) bekanntes Verfahren für den Einsatz von Flugzeugen und ist mit einer Sprungschanze für den Start von Flugzeugen und einer Reihe von Fangseilen für deren Landung ausgestattet.

Das Schiff verfügt über eine große Anzahl einheimischer Ausrüstungen und Maschinen, an denen große Industrieunternehmen des Landes wie BEL, BHEL, GRSE, Keltron, Kirloskar, Larsen & Toubro, Wartsila India usw. sowie über 100 mittelständische Firmen beteiligt sind. Ein wichtiger Nebeneffekt ist die Entwicklung und Herstellung von einheimischem Stahl für Kriegsschiffe durch eine Partnerschaft zwischen der Marine, der DRDO und der Steel Authority of India (SAIL), die es dem Land ermöglicht hat, bei Kriegsschiffstahl autark zu werden. Heute werden alle Kriegsschiffe, die im Land gebaut werden, aus einheimischem Stahl hergestellt.

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