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Extremer Langsamflug mit Airbus A320

DLR forscht für langsamere Anflüge

Mit dem ATRA-Forschungsflugzeug führte das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) von Braunschweig aus extreme Langsamflüge durch. Die Ergebnisse der Tests mit dem Airbus A320 sollen künftigen Verkehrsflugzeugen zu Gute kommen.

Je langsamer ein Verkehrsflugzeug zur Landung ansetzen kann, desto geringer ist die Lärmemission. Für die Entwicklung künftiger Tragflächen und Landeklappensysteme sind genaue Daten über die jeweiligen Luftströmungen in diesem anspruchsvollen Flugbereich notwendig. Hier kommt das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit seinem Forschungsflugzeug ATRA (Advanced Technology Research Aircraft) ins Spiel. Im Rahmen des Forschungsprogramms HINVA (High Lift Inflight Validation) führten die DLR-Testpiloten rund 30 Überziehmanöver durch, bei denen sie denn Schub verringerten und die Nase des Flugzeuges hochzogen, bis sie den maximalen Auftrieb erreichten. War dieser überschritten, fingen die Piloten die Maschine wieder ab. Gleichzeitig lieferten mehrere Instrumente wertvolle Daten über die Luftströmung an Tragflächen und Klappen.

Für die im März ab Braunschweig stattgefundenen Testflüge erhielt der Airbus A320 an den Tragflächen spezielle Mess-Sensorik. Von der Technischen Universität Berlin stammten 25 so genannte Heißfilme, welche die Reibungseffekte auf einer Tragfläche sichtbar machen sowie neun Kalibriersonden und vier Grenzschichtrechen für Geschwindigkeitsmessungen. Die TU Braunschweig steuerte vier „Grenzschicht-Mäuse“  bei; diese Geräten messen die Luftströmung über der Tragfläche, auch Grenzschicht genannt. Die aktuelle Kampagne setzte die Flugtests fort, die 2012 mit dem ATRA bei Airbus in Toulouse stattgefunden hatten.

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