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Flüge bei Heli Dust in der Oberlausitz

Minigun-Tests am H145M

Das HTG 64 testet das neue Minigun für die H145M in der Oberlausitz. Foto: Luftwaffe/Johannes Heyn 5 Bilder

Das Hubschraubergeschwader 64 erprobte jüngst das neue Maschinengewehr M134D von Dillon Aero in der H145M, das den Spezialkräften mehr Feuerkraft bieten soll.

Nachdem die Waffe bei der Wehrtechnischen Dienststelle 61 getestet wurde, steht nun die Einsatzerprobung im Hubschraubergeschwader 64 (HSG 64) an. Bei der jährlichen Übung Heli Dust auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz wurden taktische Flugmanöver und die Absprachen zwischen Pilot und Borschütze geprobt.

„Durch die Waffe mit dem Kaliber von 7,62 x 51 mm sind wir nun auch in der Lage, uns bei Beschuss oder anderen Gefahren zu verteidigen“, erkläret Stefan M., Tactical Operator im H145M. Die hohe Feuerrate von mehr als 3000 Schuss pro Minute macht auch den offensiven Einsatz möglich.

Im H145M ist der Munitionskasten mit seinen mehreren tausend Schuss im hinteren Bereich des Hubschraubers untergebracht. M. erklärt: „Die Position im hinteren Bereich wirkt nicht nur platzsparend am Maschinengewehr, sondern sorgt auch für ein besseres Gleichgewicht des Hubschraubers.“ Der dadurch erforderliche vier Meter lange Munitionszuführung, die sich über den Boden des Hubschraubers schlängelt, ist der längste, der je gebaut wurde. Zur Vermeidung von Störungen wurde daher ein zusätzlicher drei PS starker Booster-Motor am Gurtkasten angebaut. „Der schiebt die Munition sprichwörtlich nach vorne zur Waffe.“ Die nötige Energie bekommt er durch eine Batterie neben dem Gurtkasten, die auch für die Stromversorgung der Waffe zuständig ist.

Denn anders als bei Waffen mit Gasdrucklader erfolgt die Munitionszuführung und auch das Drehen der Rohre durch Strom. Der sich ebenfalls drehende Verschluss enthält eine ausgeklügelte Mechanik, die mehrere Schritte zeitgleich ermöglicht. Munition wird vom Gurt getrennt, in das Patronenlager geschoben und die Hülsen nach dem Schuss wieder ausgeworfen. Bei etwa 3000 Schuss pro Minute werden daher nur 500 Schuss pro Rohr abgefeuert. Das ist deutlich weniger als bei Waffen mit nur einem Rohr und zusätzlich kühlen die Rohre durch die Drehung ab. Das sorgt für eine deutlich geringere Materialbelastung und im Umkehrschluss für längere Einsatzzeiten der Waffe. Die Rohre müssen erst nach 120000 Schuss instandgesetzt werden.

Wann und wie oft die Waffe instandgesetzt werden muss, gilt es in Zukunft herauszufinden. Dabei können die Laupheimer Soldaten auf Erfahrung der amerikanischen Herstellerfirma zurückgreifen, bei der die TacOp's und Waffenmechaniker ausgebildet wurden. Außerdem haben bereits andere NATO-Partner wie die USA, Norwegen Österreich, England und Frankreich die Waffe in Benutzung. In Deutschland ist das M134D von Dillon Aero aktuell nur für die Einsätze der Spezialkräfte geplant.

H145M der Luftwaffe bei Flares-Tests. H145M der Luftwaffe bei Flares-Tests. H145M der Luftwaffe bei Flares-Tests. H145M der Luftwaffe bei Flares-Tests. H145M der Luftwaffe bei Flares-Tests. H145M der Luftwaffe bei Flares-Tests.
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