Gefälschte Flugzeugteile fliegen auf

Londoner Gericht fällt Urteil
Viereinhalb Jahre Haft für gefälschte Ersatzteile

ArtikeldatumVeröffentlicht am 24.02.2026
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Viereinhalb Jahre Haft für gefälschte Ersatzteile

Das Gericht Southwark Crown Court in London verurteile den Täter, einen 38-jährigen Mann, am Montag zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren und acht Monaten. Der Brite hatte mehreren Fluggesellschaften gefälschte Ersatzteile im Wert von 7000 britischen Pfund verkauft, mit Kleinteilen kamen die gefälschten Ersatzeile auf 60.000 Stück.

Schrott mit falschen Papieren

Der Mann, ein früherer Techno-DJ, hatte als Direktor seiner Firma "AOG Technics" in Surrey zwischen 2019 und 2023 gebrauchte, nicht mehr einsatzfähige Flugzeugteile erworben und diese anschließend fälschlicherweise als lufttüchtig ausgegeben und anschließend weltweit an 50 Fluggesellschaften verkauft. Dafür fälschte er an seinem Computer die Zertifikate, die jedes Originalteil begleiten. Seine vorsätzliche Tat hatte der Fälscher "in einem Fall" im Herbst eingeräumt.

Techniker forscht nach

Der Schwindel flog auf, nachdem ein Techniker von TAP Portugal eines der gefälschten Teile in ein CFM-56-Triebwerk einbauen wollte, wo es aber nicht passte. Der Techniker fragte beim Hersteller Safran nach, der das gefälschte Zertifikat erkannte. Daraufhin begannen weiter reichende Ermittlungen seitens der Luftfahrtbehörden, die zum Grounding betroffener Flugzeuge führten. Der entstandene Schaden liegt finanziell bei 39 Millionen Pfund.

Sicherheitssystem ausgehebelt

Der zuständige Richter bescheinigte dem Täter, er habe mit seinen Taten das bestehende System zum Schutz von Millionen von Flugpassagieren beinahe komplett untergraben. Den größten Schaden erlitt American Airlines, in deren Flotte 28 Flugzeuge betroffen waren. Alleine der Schaden bei AA liegt bei 23 Mio. Pfund.