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Forschungsprojekt am Flughafen Toulouse

Brennstoffzellen für elektrisches Rollen

Safran erhält rund 20 Millionen Euro vom französischen Staat für die Weiterentwicklung und Qualifizierung eines Brennstoffzellensystems für Flugzeuge.

Im Rahmen des Forschungsprojeks PIPPA (Pile à combustible Pour Applications Aéronautiques, Brennstoffzellen für Luftfahrtanwendungen) geht es darum, die Brennstoffzelle als Ersatz für die Hilfsgasturbine weiterzuentwickeln. Bei Verkehrsflugzeugen könnte der damit generierte Strom auch für das Rollen am Flughafen genutzt werden. Geleitet wird PIPPA von Safran Power Units, am Projekt beteiligt sind aber auch easyJet, Dassault Aviation, Tronico, Ad Venta, die französische Kommission für Atom- und alternative Energie (CEA), das Institut National Polytechnique de Toulouse (INPT) und die Ecole Nationale de l'Aviation Civile (ENAC).

PIPPA fokussiert sich auf autonome Stromerzeugungssysteme an Bord von Mittelstrecken- und Geschäftsreiseflugzeugen. Im Rahmen des Projekts soll auch das gesamte Wasserstoff-Versorgungssystem an einem Flughafen validiert werden. Tests sollen am Flughafen Blagnac in Toulouse stattfinden.

Safran Power Units hat bereits ein Brennstoffzellensystem entwickelt, das nun im Rahmen von PIPPA verfeinert werden soll. Dazu sollen zwei Demonstratoren gebaut werden. Einer davon soll in einem easyJet-Flugzeug für das elektrische Rollen am Boden erprobt werden, einer in einem Business Jet sowohl am Boden als auch im Flug. Nach Angaben von Safran könnten Brennstoffzellen bis 2020 für die ersten kommerziellen Flugzeuge eingesetzt werden.

Das Projekt erhielt nun eine Finanzierung von 19,3 Millionen Euro vom französischen Zukunftsinvestitionsprogramm. Innerhalb von fünf Jahren sollen insgesamt 51,6 Millionen Euro in die Brennstoffzellenentwicklung fließen.

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