in Kooperation mit

Hamburg und Montréal

Gemeinsame Forschung für leisere Flugzeugkabinen

Die Luftfahrtstandorte Hamburg und Montréal kooperieren bei Forschung und Entwicklung. Im Fokus stehen Technologien für leisere Kabinen und neue, feuerfeste Faserverbundwerkstoffe.

Im Rahmen der transatlantischen Kooperationsvereinbarung werden insgesamt 20 deutsche und kanadische Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen an schallschluckenden Isolierungen sowie schwer entflammbaren Faserverbundwerkstoffen arbeiten.

Konventionelle Kabinenisolierungen wie Glaswolle und Schaum hätten die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit erreicht, so das Luftfahrt-Cluster Hamburg Aviation in einer Pressemitteilung. Um Kabinen, in denen es heute etwa so laut ist wie auf einer stark befahrenen Autobahn, leiser zu machen, sollen neue Isolierungen auf Einsatzmöglichkeiten in Serienflugzeugen überprüft werden. Die Forscher wollen sogenannte akustische Metamaterialien unter anderem im Akustiklabor des Hamburger ZAL Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung testen. Geführt wird das Forschungskonsortium aus 3M Canada, Airbus, École de Technologie Supérieure, Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg, Hutchinson Aerospace, National Research Council Canada und Université de Sherbrooke von ZAL und Mecanum.

Im zweiten deutsch-kanadischen Forschungsprojekt sollen Produktionsmethoden für Verbundstoffe im Kabinenbereich weiter optimiert werden. Im Fokus stehen unter anderem neue Materialzusammensetzungen und ihre Produktionstauglichkeit sowie Tests zur Entflammbarkeit. Projektleiter sind das Hamburger Unternehmen Comprisetec sowie das kanadische Unternehmen Kruger Biomaterials, weitere Projektpartner sind Exakt Advanced Technologies, die Helmut-Schmidt-Universität, die Technische Universität Hamburg, Pultrusion Technique, Polytechnique Montréal und die École de Technologie Supérieure Montréal.

Die Forschungskooperation zwischen Hamburg und Montréal ist Teil der neuen High-Tech-Strategie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Bis 2021 fließen insgesamt 12 Millionen Euro in das Programm ein, dabei beteiligen sich Deutschland und Kanada zu jeweils 50 Prozent. Die Summe teilt sich nach Angaben von Hamburg Aviation zur Hälfte in Mittel aus Politik und Wirtschaft auf.

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