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Luftfahrtpersonal in Deutschland

Mitarbeiterentwicklung 2014

Die zivile Luftfahrt wächst ungebrochen weiter, aber die Militärluftfahrt bereitet dem BDLI Sorgen.

Die zivile Luftfahrt hat sich im Jahr 2014 weiter positiv entwickelt und war erneut Wachstumstreiber für die gesamte Branche. Dies gab der Bundesverband der deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) in seiner Bilanz des abgelaufenen Jahres bekannt. Das Umsatzwachstum der Gesamtbranche betrug 4,9 Prozent, so dass der kumulierte Umsatz auf ein Allzeithoch von 32,1 Milliarden Euro stieg.

Dies hatte auch Auswirkungen auf die Beschäftigung in der Aerospace-Industrie in Deutschland. Sie blieb nach Angaben des BDLI auf hohem Niveau konstant. Alle im BDLI organisierten Firmen beschäftigten zum Ende des abgelaufenen Jahres zusammen 105 700 Mitarbeiter. Dies entspricht einer Steigerung von 0,2 Prozent zum Vorjahr.

Grafik: BDLI

Bei der Mitarbeiterzahl liegt die zivile Luftfahrt – vor allem aufgrund der Airbus-Programme – klar vorne. 2014 waren in diesem Segment 74 500 Menschen beschäftigt. An zweiter Stelle, aber deutlich abgeschlagen in Bezug auf die Beschäftigtenzahl, folgt die Militärluftfahrt. Hier registrierte der BDLI 22 700 Mitarbeiter bei seinen Mitgliedsfirmen. Dieser Wert lag im Vorjahr noch 1,4 Prozent höher. 

Gemessen an den Umsatz- und Beschäftigtenzahlen ist die Raumfahrt der kleinste Sektor in der deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie mit 8500 Mitarbeitern und einem Umsatz von 2,5 Milliarden Euro. Aber auch die Raumfahrt hat 2014 – wie die Zivilluftfahrt – mehr Menschen beschäftigt als im Vorjahr, und zwar genau 0,6 Prozent mehr. 

BDLI-Präsident Bernhard Gerwert sagte anlässlich der Präsentation der Jahreszahlen 2014: „Die deutsche Luft- und Raumfahrtindustrie setzte auch im Jahr 2014 ihren Wachstumskurs fort. Dies gilt für die Systemhersteller ebenso wie für unseren leistungsfähigen, spezialisierten Mittelstand. Im zurückliegenden Geschäftsjahr erwirtschaftete unsere Industrie ein Allzeithoch. Die Gesamtbeschäftigtenzahl lag im vergangenen Geschäftsjahr stabil bei 105 700 Mitarbeitern, von denen mehr als die Hälfte hochqualifizierte Ingenieure und Fachkräfte sind. Diese in Summe positive Entwicklung ist Innovation und unternehmerischer Weitsicht sowie der Qualifikation und dem Engagement unserer Mitarbeiter zu verdanken.“

Auch die Systemzulieferer profitieren vom Hochlauf der Produktion. Foto und Copyright: MTU Aerospace

Allerdings warnte der BDLI-Präsident und forderte Perspektiven: „Die militärische Luftfahrtindustrie bleibt das Sorgenkind unserer Branche. Die Situation bei unseren Mitgliedsunternehmen ist weiterhin angespannt. Auslaufende Großprogramme und fehlende Entwicklungsprogramme bedrohen die in den letzten Jahrzehnten aufgebaute Entwicklungs- und Systemfähigkeit, mit der eine Gefährdung unserer Wettbewerbsposition und internationalen Kooperationsfähigkeit einhergeht. Vor diesem Hintergrund unterstützt der BDLI ausdrücklich die im Bericht des Bundesministeriums der Verteidigung zu Rüstungsangelegenheiten vom März 2015 erwähnte Zielsetzung, noch in diesem Jahr eine militärische Luftfahrtstrategie für Deutschland zu definieren. Wir benötigen langfristige Planungssicherheit für diesen außen- und sicherheitspolitisch so wichtigen Industriezweig!“ Abgesehen von diesen Problemen bietet die Branche für qualifizierte Mitarbeiter auch in Zukunft gute Perspektiven.

FLUG REVUE Ausgabe 07/2015

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