in Kooperation mit
16 Bilder

Drei ist Trumpf! Die Boeing 727 bei der Lufthansa

Drei ist Trumpf! Die Boeing 727 bei der Lufthansa

Inhalt von

Vor ziemlich genau 58 Jahren startete die erste Boeing 727 zu ihrem Jungfernflug. Gut ein Jahr zuvor, im Jahr 1962, bewies die Lufthansa ein gutes Gespür für den Erfolg des neuen, dreistrahligen Konzepts.

Als dritter Kunde überhaupt bestellte Deutschlands Vorzeige-Airline die Boeing 727, die zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal aus der Halle gerollt war. Der 707-Nachfolger entwickelte sich bald darauf zum bis dato erfolgreichsten Verkehrsflugzeug der Welt. Bis zur Übergabe der letzten Maschine am 14. August 1984 hatte Boeing insgesamt 1832 Exemplare gebaut. Die Lufthansa betrieb 53 Exemplare aller wichtigen Versionen. Zum Stückpreis von 17 Millionen D-Mark bestellte die Fluglinie 1962 zunächst zwölf Exemplare.

Die "Augsburg" war die erste

Die erste 727 der Lufthansa trug die Kennung D-ABIB und landete am 21. März 1964 nach Zwischenstopps in Montreal, Goose Bay und Keflavik in Hamburg. Kaum vier Wochen später nahm der inzwischen auf den Namen "Augsburg" getaufte Jet den Liniendienst auf. Die zweite 727-30 wurde am 18. März 1964 ausgeliefert und erhielt den Namen "Saarbrücken". Ab 1976 flog sie für Continental Airlines und endete schließlich im Kongo. Im ersten Halbjahr 1964 hatte die Lufthansa mit sechs Flugzeugen bereits 2730 Flugstunden absolviert. Die Bestellung wurde bald auf 16 Jets aufgestockt. Ab 1967 kamen noch elf Vertreter der Kombi-Variante 727-30QC hinzu.

Lange Jahre treue Dienste

Die Lufthansa flog außerdem 26 Exemplare der 727-230 Advanced. Der Stückpreis lag bei 27 Millionen D-Mark. Die 727-230 Advanced besaß einen um 6,10 Meter verlängerten Rumpf und eine neu gestaltete Kabine. Die Lufthansa war einer der ersten Betreiber. Boeing lieferte von 1971 bis 1979 insgesamt 26 Exemplare der 727-230 Advanced aus. Auch die Lufthansa-Chartertochter Condor setzte auf den Dreistrahler und betrieb im Lauf der Zeit sieben 727-30 und acht 727-230. Die Ära der 727 im Liniendienst der Lufthansa endete erst am 26. September 1992 mit dem Flug von Frankfurt nach Valencia und zurück. Anschließend führte die D-ABKT noch einige Sonderflüge durch und wurde am 4. Oktober 1992 endgültig außer Dienst gestellt. In all den Jahren beförderte Lufthansa mit ihren 727 rund 60 Millionen Passagiere und legte dabei 500 Millionen Kilometer zurück.