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Luftverkehr der Zukunft

NASA schließt Forschungsprogramm "ERA" ab

Das NASA-Forschungsprogramm Environmentally Responsible Aviation (ERA) prophezeit Fluggesellschaften Einsparmöglichkeiten von mehr als 250 Milliarden US-Dollar - wenn sie die Ergebnisse umsetzen.

Durch die systematische Nutzung "grüner" Technologien ließe sich schon in naher Zukunft, der Treibstoffverbrauch aller Airlines halbieren, der Schadstoffausstoß um 75 Prozent senken und der Lärm auf ein Achtel der heutigen Werte reduzieren. Alleine in den USA könnten die Airlines ihre Kosten damit zwischen 2025 und 2050 um 255 Milliarden Dollar verringern. 

Zu diesem Ergebnis kommt die amerikanische Luft- und Raumfahrtbehörde NASA nach Abschluss ihres sechsjährigen Forschungsprogramms "ERA" (Environmentally Responsible Aviation - Luftfahrt mit Umweltverantwortungsbewusstsein). Seit 2009 hatte die NASA untersucht, wie man durch neue Luftfahrzeuge, Technologien und Verfahren, die Umweltbelastung durch den Luftverkehr verringern kann. Alleine die NASA hatte 400 Millionen Dollar investiert, weitere 250 Millionen Dollar kamen von Industriepartnern.

Zu den untersuchten Technologien gehörten:

  • mit Zapfluft angeblasene Seitenruder, die deren Wirksamkeit erhöhen und eine kleinere, leichtere Bauart ermöglichen
  • schmutzabweisende Flügelbeschichtungen, die einen möglichst geringen Widerstand erhalten
  • neuartige Verbindungsmethoden ("nähen") zum Zusammenfügen von großen Sektionen aus CFK-Verbundwerkstoff
  • verstellbare Flügel, die ihr gesamtes Profil im Flug verändern können
  • verbesserte Verdichterstufen in Flugzeugtriebwerken, die 2,5 Prozent beim Treibstoffverbrauch sparen
  • Getriebefans für künftige Flugzeuggenerationen
  • verbesserte Brennkammern, die den Stickoxidausstoß um bis zu 80 Prozent senken können
  • neue Konstruktionssoftware zur Lärmbewertung der Landeklappen und des Fahrwerks bei Start und Landung
  • umfangreiche Studien zum Thema Hybrid Wing Body und optimierte Triebwerksanordnung


Die NASA stellt die erzielten Forschungsergebnisse nun der Industrie vor und erörtert sie auf Konferenzen.

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