A-10 Thunderbolt II: Für Iran-Krieg verlegen noch mehr A-10 über Europa

Noch mehr Warzenschweine
Für den Iran-Krieg verlegen die USA noch mehr A-10

ArtikeldatumVeröffentlicht am 01.04.2026
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 A-10 Thunderbolt II der US Air Force beim Einsatz gegen den Iran, März 2026.
Foto: US Central Command

Die US Air Force verstärkt ihre Präsenz gegen den Iran erheblich. Zwölf A-10C Thunderbolt II sind am 30. März auf der RAF Lakenheath in Großbritannien angekommen.

Die Maschinen gehören zur 107th Fighter Squadron der Selfridge Air National Guard Base in Michigan. Vier KC-135-Tankflugzeuge unterstützten die Überführung von der RAF Mildenhall aus.

A-10 über der Straße von Hormus

Die A-10 ist seit Beginn des Krieges im Iran an den US-amerikanischen Einsätzen beteiligt. Das Flugzeug kam ursprünglich zum Einsatz in der bodengestützten Luftabwehr, entwickelte dann aber weitere operative Schwerpunkte.

Am 15. März veröffentlichte das US-Zentralkommando erste Aufnahmen der "Warzenschweine" im Einsatz. In sozialen Medien zirkulieren Videos, die zeigen, dass die A-10 auch im Irak gegen die irakischen Volksmobilmachungskräfte eingesetzt werden, die die iranische Regierung unterstützen.

Seit dem 19. März setzt die Air Force die A-10 auch gegen schnelle iranische Angriffsboote in der Straße von Hormus ein, die dort den Schiffsverkehr blockieren.

Der Vorsitzende des Generalstabs der US-Streitkräfte, General Dan Cain, bestätigte den Einsatz der Erdkampfflugzeuge über der Meerenge. Die A-10, die für Nahluftunterstützung entwickelt wurde, kann mit niedriger Geschwindigkeit und in niedriger Höhe sehr lange verweilen, was sie zu idealen Jägern für die Schnellboote macht.

Ein Fünftel des weltweit verbrauchten Öls passiert die Straße von Hormus. Die USA betrachten ihren derzeitigen militärischen Einsatz als Garantie für die Freiheit der Schifffahrt, und wollen gleichzeitig die Ölrouten wieder öffnen.

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Noch mehr Flugzeuge verlegt

Neben den "Warzenschweinen" sind auch noch eine Reihe weiterer militärischer Flugzeuge auf dem Weg nach Europa, um von dort aus in die Levante und auf die Arabische Halbinsel zu verlegen. Über 180 Maschinen sollen laut Beobachtern derzeit unterwegs oder schon angekommen sein. Die USA scheinen sich damit auf eine deutlich höhere Einsatzfrequenz gegen den Iran vorzubereiten. Derweil beharrt die US-Regierung darauf, die militärischen Ziele würden innerhalb weniger Wochen erreicht sein.

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Umwege durch spanische Blockade

Europa ist für die USA ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt für die Angriffe gegen den Iran. Durch die Luftraumsperrung Spaniens müssen die Militärflugzeuge nun allerdings einen erheblichen Umweg in Kauf nehmen.

Die Regierung hatte erklärt, dass US-Kampfflugzeuge und Tanker weder spanischen Luftraum überfliegen, noch Militärbasen auf spanischem Boden nutzen dürfen, wenn sie an Kriegshandlungen gegen den Iran beteiligt sind. Spaniens Regierung will mit der Blockade sichergehen, sich nicht an einem völkerrechtswidrigen Krieg zu beteiligen, so Premierminister Pedro Sánchez.