Über der Meerenge von Hormus kreisen nun A-10 Thunderbolt II. Die Flugzeuge haben dabei iranische Schnellboote im Visier.
Der Vorsitzende des Generalstabs der US-Streitkräfte, General Dan Cain, bestätigte bei einer Pressekonferenz den Einsatz der Erdkampfflugzeuge: "Das 'Warzenschwein' ist jetzt im Kampf über der gesamten südlichen Flanke und jagt schnelle Angriffsboote in der Straße von Hormus."
Die A-10 wurde für Nahluftunterstützung entwickelt. Sie kann mit niedriger Geschwindigkeit und in niedriger Höhe sehr lange verweilen. Genau diese Eigenschaften machen sie aus Sicht der US-Militärs zum idealen Jäger der iranischen Schnellboote, die in der Meerenge unterwegs sind. Die Warthogs können die schnellen, wendigen Boote lange beobachten und den richtigen Moment für einen Angriff abpassen.
Ein Schnellboot auf dem offenen Meer ist ein schwer zu treffendes Ziel. Hier kommt die Ausstattung der A-10 ins Spiel. Die 30-Millimeter-Kanone GAU-8/A kann in Sekunden Hunderte Schüsse auf ein fahrendes Boot abfeuern. Mit den Maverick-Lenkflugkörpern lassen sich hingegen größere oder weiter entfernte Boote bekämpfen.
USA wollen Ölroute sichern
Die Straße von Hormus ist einer der kritischsten Seewege der Welt. Ein Fünftel des weltweit verbrauchten Öls passiert diese Meerenge. Die USA betrachten ihren derzeitigen militärischen Einsatz als Garantie für die Freiheit der Schifffahrt. Schiffe, die nicht mit den USA oder Israel in Verbindung stehen, können die Straße grundsätzlich weiterhin passieren.
Die USA haben bisher nach eigenen Angaben 120 iranische Marineschiffe und weitere Wasserfahrzeuge zerstört. Wie viele davon durch A-10-Einsätze vernichtet wurden, bleibt unspezifiziert.
Einsatz der A-10 im Irak
In sozialen Medien zirkulierende Videos zeigen, dass die Warthogs auch im Irak gegen die irakischen Volksmobilmachungskräfte eingesetzt werden. Das US-Zentralkommando bestätigte auf Social Media zuvor lediglich, dass die A-10 am Krieg beteiligt ist.





