in Kooperation mit

Antonow sucht neue Partner

An-188 statt An-70

Da alle militärischen Programme mit Russland gestoppt sind muss sich der ukrainische Hersteller neu orientieren. Projektiert ist zum Beispiel ein vierstrahliger Militärtransporter auf Basis der An-70.

Antonow erlebt wegen der wirtschaftlichen Turbulenzen in der Ukraine – bedingt durch die Kämpfe im Osten des Landes – schwere Zeiten. Dennoch will man wieder an die alte Größe anknüpfen und die Produktion, die zuletzt jährlich teils im einstelligen Bereich lag, deutlich hochfahren.

Der Bruch mit dem traditionellen Partner Russland bringt allerdings erhebliche Probleme. So sind die Tests mit dem Militärtransporter An-70 inzwischen zwar abgeschlossen, aber an eine Produktion ist wohl nicht zu denken. Deshalb untersuchen die Ingenieure unter Generalkonstrukteur Dmytro Kiva derzeit die An-188, die auf dem An-70-Entwurf aufbaut, aber auf Triebwerke, Avionik und Systeme aus ukrainischer und westlicher Produktion setzt. Statt vier Propellerturbinen sollen Turbofans wie das D436FM benutzt werden, das bereits die An-158 antreibt.

Bei einer maximalen Abflugmasse von 140 Tonnen und einer Nutzlast von 40 Tonnen entspricht die An-188 in etwa der A400M – aus Sicht von Antonow ein interessanter Markt. Genaue Zeitpläne für die Entwicklung wurden auf der Paris Air Show aber noch nicht genannt.

In Paris präsentierte Antonow erstmals den Transporter An-178, der am 7. Mai zum Erstflug gestartet ist. Die Maschine soll zunächst bis Ende 2016 ihre zivile Zulassung erhalten, aber auch für militärische Einsätze angeboten werden. Den Markt in der Gewichtsklasse der An-178 – Nutzlast rund 15 bis 18 Tonnen – schätzt Antonow auf über 1000 Flugzeuge.

Zur Startseite
Militär Kampfflugzeuge Fast 20 Jahre alte Boeing 767 Das ist Israels neue „Air Force One“

Israel hat ein neues Regierungsflugzeug: Am 3. November hob die Boeing...