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Aus der Wüste in den Himmel

Boeing B-52H wird wieder flott gemacht

Als Ersatz für eine beschädigte Stratofortress macht die US Air Force eine in Davis-Monthan eingelagerte B-52H wieder flugfähig.

Am 27. August 2013 rollte eine Boeing B-52H Stratofortress auf der Barksdale Air Force Base in Louisiana nach der Landung zu ihrer Abstellposition, als ein Feuer im Fahrwerksraum ausbrach. Ein Bremse hatte Feuer gefangen. Die Besatzung konnte die Maschine sicher verlassen, aber die Schäden an dem Bomber waren wohl so groß, dass sich eine Reparatur wohl nicht lohnte. Stattdessen entschloss sich die USAF, eine in Davis-Monthan abgestellte B-52H wieder zu entmotten. Die Wahl fiel auf den Jet mit der Kennung 61-0007, der seit mehr als sechs Jahren bei der 309th Aerospace Maintenance and Regeneration Group (309th AMARG) eingelagert war. Die Stratofortress mit den Namen "Ghost Rider" war zuvor in Minot stationiert und landete am 13. November 2008 in Arizona.

Der Auswahl ging ein umfangreicher Bewertungsprozess voraus. "Die 61-0007 hat weniger Flugstunden und befindet sich in hervorragendem Zustand. Dieses Flugzeug ist besser in Schuss als einige derzeit aktive Maschinen in der Flotte", sagt Brenden Shaw, Air Force Life Cycle Management Center Logistics Branch Chief. Sie ist die erste B-52, die Davis-Monthan wieder auf dem Luftweg verlassen wird. Der Großteil der Flotte wurde hier bereits verschrottet. Derzeit sind noch 95 B-52G und zwölf B-52H vorhanden. 

Den Überfühungsflug wird Colonel Keith Schultz, Commander der 307th Operations Group, 307th Bomb Wing aus Barksdale durchführen. Er fliegt die B-52 seit 1980 und hat mehr als 7000 Flugstunden auf dem Muster absolviert. "Ich bin der letzte der Tall-Tail Piloten (der alten B-52D), der noch aktiv fliegt. Nach der Überführung von 18 B-52D und -G zum "Boneyard" ist es an der Zeit, dass ich mal eine herausfliege." 

Neben der Entmottung muss die B-52 auf den neuesten technischen Stand gebracht werden, da ihre letzte regelmäßige Instandsetzung bereits 2004 erfolgt war und sich seitdem einige Änderungen ergeben haben. Nach der Überführung nach Barksdale werden dort einige Komponenten des beschädigten Bombers eingerüstet. Ende des Jahres soll es dann nach Tinker für eine komplette Instandsetzung gehen, damit die "Ghost Rider" im Sommer 2016 wieder voll einsatzbereit ist.

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