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Ausbildung von Jetpiloten

Luftwaffe: 50 Jahre Pilotenschmiede in Sheppard

Wer Jetpilot werden möchte, der kommt an Sheppard nicht vorbei. Dort werden junge Flugschüler der Luftwaffe ausgebildet – und das seit 50 Jahren.

Für die praktische Ausbildung ihrer Jetpiloten nutzte die Luftwaffe in den USA bereits ab 1956 freie Kapazitäten im Rahmen des Mutual Defence Assistance Program (MDAP). 1963 wurde auf der Williams Air Force Base in Arizona erstmals eine deutsche Staffel aufgebaut. Sie verlegte schließlich 1966 auf die Sheppard AFB in Texas, wo die US Air Force ihren 3630th Flying Training Wing (heute 80th Flying Training Wing) aufgestellt hatte. Der Flugbetrieb begann mit 26 Schülern am 24. August 1966.

Aufbauend auf den positiven Erfahrungen der gemeinsamen Flugzeugführerausbildung der amerikanischen, deutschen und später auch niederländischen Luftstreitkräfte, entschieden sich 1980 genau 13 Nationen für Sheppard AFB, um ein gemeinsames Programm für ihre Militärpilotenausbildung zu etablieren. Im Herbst 1981 wurde mit der Klasse 83-01 das „Euro NATO Joint Jet Pilot Training“ (ENJJPT) aus der Taufe gehoben. Seit Beginn der multinationalen Kooperation wurden etwa 7000 Flugschüler ausgebildet, davon etwa 1300 deutsche Flugzeugführer. Derzeit stellen neben Deutschland sechs weitere NATO-Mitglieder sowohl Flugschüler als auch Lehrer im UPT (Undergraduate Pilot Training).

220 Flugstunden stehen auf dem Programm der Undergraduate-Ausbildung. Foto und Copyright: USAF

Während des rund 55 Wochen langen Lehrgangs durchlaufen die Flugschüler eine intensive theoretische und eine Simulatorausbildung. Die praktischen Anteile werden heute auf der Beech T-6 Texan II sowie der Northrop T-38C Talon erflogen. Inhalte der Ausbildung sind unter anderem Sicht-/lnstrumentenflug, Tiefflug/Navigation, Formationsflüge sowie Notverfahren. Mit erfolgreichem Bestehen des Lehrganges hat der durchschnittliche Flugschüler rund 220 Flugstunden, 80 Simulatorflüge sowie rund 350 Stunden theoretische Ausbildung absolviert.

Nachdem im UPT die fliegerischen Grundfertigkeiten vermittelt wurden, durchlaufen die jungen Piloten in Shep-pard einen weiteren Ausbildungsgang als Vorbereitung auf die Waffensystem-ausbildung auf ihrem zukünftigen Einsatzmuster. Im Ausbildungsabschnitt „Introduction to Fighter Fundamentals“ (IFF) werden die taktischen Grundlagen der militärischen Fliegerei vermittelt. Der siebenwöchige Lehrgang umfasst sowohl Luftkampf als auch Luft-Boden-Einsatzverfahren und bereitet somit auf die spätere Einsatzrolle vor.

Die T-38 sind inzwischen Oldies. Sie sollen ab 2024 ersetzt werden. Foto und Copyright: USAF

Die Vorteile für die gemeinsame Ausbildung auf der Sheppard AFB sind heute noch genauso aktuell wie damals: optimale Rahmenbedingungen für die fliegerische Ausbildung und ideale klimatische Bedingungen. Das multinationale Programm trägt aber auch zum besseren interkulturellen Verständnis bei. Für Offiziere, die sich immer häufiger mit multinationalen Einsatzszenarien auseinandersetzen müssen, ist das besonders wichtig.

Mit ENJJPT blickt die Luftwaffe heute auf eine 35-jährige multinationale Erfolgsgeschichte zurück. „Ein zusätzlicher und erfreulicher Meilenstein ist die Aufnahme Rumäniens als vierzehnte Nation, und dieser zeigt, wie wichtig und erfolgreich dieses NATO-Programm ist“, so General Karl Müllner, Inspekteur der Luftwaffe. ENJJPT soll auch zukünftig den Maßstab für die Qualität der Ausbildung der NATO-Piloten setzen. Daher wurde der Nutzungsvertrag bis ins Jahr 2026 verlängert.

Freundeskreis Luftwaffe

Zunächst fliegen die Schüler in Sheppard auf der Beechcraft T-6A Texan II. Sie löste ab Frühjahr 2008 das Jetmuster Cessna T-37 „Tweet“ ab. Foto und Copyright: USAF

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