Bei einem hochrangigen Treffen in Islamabad haben beide Länder über eine weitreichende militärische Zusammenarbeit gesprochen.
Der bangladeschische Luftwaffenchef Hassan Mahmood Khan führte am Dienstag eine Delegation zu Gesprächen mit seinem pakistanischen Amtskollegen Zaheer Ahmed Babar Sidhu. Dabei ging es um operationelle Kooperation, Kampfjets, gemeinsame Ausbildungsprogramme und Fortschritte in der Luft- und Raumfahrttechnologie.
Neben Jetkauf auch Ausbildungskooperation in Aussicht
Besondere Aufmerksamkeit erhielt bei dem Treffen der Militärs die JF-17 Thunder, eine chinesisch-pakistanische Gemeinschaftsentwicklung. Bangladesch signalisierte Interesse am Kauf der Maschinen, allerdings ohne Information darüber, um wie viele Flugzeuge es gehen soll.
Pakistan betont, dass diese Maschinen ihre Einsatzfähigkeit bereits im Mai gegen Indien unter Beweis gestellt hätten. Pakistan, Myanmar, Nigeria und Aserbaidschan nutzen die Jets bereits.
Die pakistanische Seite präsentierte zudem ihre Ausbildungskapazitäten und sicherte eine beschleunigte Lieferung von Super-Mushshak-Trainingsflugzeugen zu. Bangladesch sucht auch Unterstützung bei der Wartung seiner alternden Flotte und beim Aufbau eines modernen Luftraumüberwachungssystems.
Bangladesch hatte sich 1971 von Pakistan unabhängig erklärt. Besonders unter der langjährigen Regierung von Sheikh Hasina waren die Beziehungen angespannt, nicht zuletzt wegen der strafrechtlichen Verfolgung mutmaßlicher Kollaborateure aus der Zeit des Unabhängigkeitskriegs.
Seit dem politischen Umbruch in Dhaka im August 2024 und der Übergangsregierung unter Muhammad Yunus zeigen beide Staaten jedoch deutliches Interesse an einer strategischen Partnerschaft. Die aktuelle Begegnung unterstreicht nach Darstellung beider Seiten den Willen zu langfristiger Verteidigungszusammenarbeit.
Jetzt doch keine Eurofighter?
Vor einem Monat hatte Bangladesch eine Absichtserklärung zur Anschaffung von etwa einem Dutzend Eurofightern unterzeichnet. Ob sich das Interesse an den pakistanischen Jets auf die potentielle Eurofighter-Bestellung auswirkt, ist bisher unklar.
Derzeit nutzt Bangladesch vor allem Kampfflugzeuge aus chinesischer Produktion, Chengdu F-7, sowie einige russische MiG-29, die 2030 abgelöst werden sollen.





