Die japanischen Luftverteidigungskräfte haben am 28. März ein chinesisches Militärflugzeug abgefangen, das über dem Ostchinesischen Meer unterwegs war. Der Stab der japanischen Selbstverteidigungskräfte bestätigte den Einsatz, nachdem die Maschine südwestlich von Okinawa geortet worden war.
Solche Abfangflüge sind keine Seltenheit im internationalen Luftraum und auch eine Shaanxi Y-9 wurde bereits früher bei Flügen über dem Ostchinesischen Meer gesichtet. Die entdeckte Maschine unterscheidet sich allerdings baulich deutlich von bisher gesichteten chinesischen Aufklärungsflugzeugen. Der Stab erklärte, es sei das erste Mal, dass eine Maschine mit dieser veränderten Konstruktion gesichtet worden sei.
Neuer Flugzeugtyp?
Die Änderungen betreffen vor allem den Bug und die Flugzeugnase. In der Nase könnten neue Sensoren und Messinstrumente angebracht sein, vermuten Militärexperten. Einige Experten gehen allerdings davon aus, dass es sich um die Y-9FQ, auch als GX15 oder High New 15 bekannt, handeln könnte – eine Spezialausführung der Y-9 für die U-Boot-Jagd.
Die Y-9 basiert auf einer chinesischen Transportmaschine und wird militärisch für viele verschiedene Zwecke genutzt. Rund 20 Tonnen Nutzlast kann sie transportieren.
Auf der abgefangenen Maschine erkennt man die Seriennummer 71. Als das Flugzeug erstmals öffentlich im September 2025 präsentiert wurde, wurde ein Flugzeug mit der Seriennummer 91 gezeigt. Eine weitere Y-9FQ wurde im Juli des vergangenen Jahres gesichtet. Damit betreibt China wenigstens drei dieser U-Boot-Jäger.
Luftraumüberwachung für Japan Routine
Das Ostchinesische Meer, über dem die Y-9FQ abgefangen wurde, ist für die gesamte Region von großer strategischer Bedeutung. Es grenzt an Japan, China und Korea. Wichtige Schifffahrtsrouten verlaufen durch das Meer.
Allein deshalb werden dort immer wieder chinesische Flugzeuge abgefangen. Japan kündigte an, "weiterhin rund um die Uhr Informationen sammeln und die militärischen Bewegungen im ganzen Land überwachen" zu wollen.





