Die deutsche Luftwaffe kommt ihrem ersten Stealth-Fighter ein bisschen näher. Wie Hersteller Lockheed Martin am 23. März mitteilte, ist die abschließende Montage der ersten für die Luftwaffe bestimmten F-35A bereits im Gange.
Das Flugzeug mit der Bezeichnung MG-01 wurde dafür auf der Hauptproduktionslinie des Konzerns in Fort Worth, Texas, zu seiner Endmontage-Station transportiert. Aufnahmen der Firma zeigen das noch unvollständige Flugzeug bei der Verlegung.
In dieser finalen Fertigungsphase werden mehrere hundert zusätzliche Komponenten verbaut. Der ersten deutschen Maschine fehlen noch ein Triebwerk vom Typ Pratt & Whitney F135, alle beweglichen Steuerflächen, die Cockpithaube und die Avionikksysteme.
Den Abschluss bildet die charakteristische Spezialfarbe, die das Radar-Reflexionsvermögen erheblich senken soll. Bisher ist die F-35 noch grün.
Vorausgegangen war die Zusammenführung der vier Hauptkomponenten des Fluggerüsts: Vorder-, Mittel- und Heckrumpf sowie die Tragflügel. Erst nachdem auch das Fahrwerk installiert wurde, konnte die Struktur ihr eigenes Gewicht tragen. Für die Endmontage muss die F-35 ihr Gewicht nämlich auf den Rädern tragen können.
35 F-35 sollen es insgesamt werden
Nach Angaben von Lockheed Martin befinden sich derzeit acht F-35A für die deutsche Luftwaffe in verschiedenen Produktionsstadien. Die Herstellung der strukturellen Grundkomponenten hatte bereits Ende 2024 begonnen. Im November 2025 war dann die Endmontage des ersten Flugzeugs angekündigt worden.
Insgesamt hat Deutschland hat 35 Exemplare der F-35A bestellt. Die ersten acht Flugzeuge werden allerdings nicht direkt nach Deutschland geliefert, sondern zunächst zur Ebbing Air National Guard Base in Arkansas fliegen.
Dort sollen deutsche Piloten und Wartungspersonal die intensive Schulung durchlaufen, die für die sichere Handhabung dieser komplexen Kampfflugzeuge erforderlich ist. Erste Test- und Abnahmeflüge für Deutschlands neues Kampfjet-Kronjuwel sind für die zweite Hälfte dieses Jahres geplant.





