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Zwei Dornier Do 228 der Royal Thai Navy wurden für die Modernisierung nach Oberpfaffenhofen zu RUAG International gebracht. RUAG International

RUAG modernisiert thailändische Do 228 in Oberpfaffenhofen

Erste zwei Flugzeuge in Oberpfaffenhofen RUAG modernisiert thailändische 228

RUAG MRO International führt in Oberpfaffenhofen umfassende Modernisierungen an Dornier 228 der Royal Thai Navy durch.

Die Flugzeuge erhalten Glascockpits und moderne Avionik-Systeme (COM, NAV). Auch das Innere, das Cockpit und die Flugzeugkabine werden überholt. Weiterhin erhalten die Flugzeuge modernes Missions-Equipment, mit dem sie ihre Aufgaben besser und effizienter erfüllen können als bisher. Dazu gehören unter anderem ein 360°-Suchradar, Infrarot-Kameras sowie ein Missions-Managementsystem und ein Datenlinkgerät für die Datenübertragung zu Bodenstationen und/oder Schiffen.

Zunächst werden in Oberpfaffenhofen zwei der sieben Flugzeuge der Royal Thai Navy bearbeitet. Für das Upgrade wurden die Flugzeuge vor Ort in Thailand zerlegt. Anschliessend brachte eine Antonow An-124 die Dornier 228 nach Oberpfaffenhofen, wo die Experten von RUAG MRO International die Flugzeuge einer umfassenden Inspektion unterziehen. Dabei entfernen sie die Lackierung komplett und beseitigen allfällige Korrosionsschäden an der mittlerweile 25 Jahre alten Flugzeugstruktur.

Die Modernisierung der Flugzeuge macht es erforderlich, dass Piloten, Crewmitglieder und Techniker im Umgang mit dem neuen Equipment ausgebildet werden. RUAG MRO International wird deshalb auch das Training der Crewmitglieder und Techniker organisieren, teilweise in Deutschland und teilweise vor Ort in Thailand. Ausserdem übernimmt das Werkspiloten-Team von RUAG MRO International die Überführung der modernisierten Flugzeuge nach Thailand.

Die Royal Thai Navy ist auf die grösstmögliche Verfügbarkeit ihrer Flugzeuge angewiesen, um ihre hoheitlichen Aufgaben kontinuierlich erfüllen zu können. "Wir setzen deshalb alles daran, die Standzeiten der Flugzeuge so kurz wie möglich zu halten. Insbesondere unter den aktuellen Bedingungen, die die Corona-Pandemie mit sich bringt, ist das eine Herausforderung», erklärte Thomas Imke, Sales Manager. Allein schon die Entsendung des fünfköpfigen Teams für die Demontage nach Thailand sei angesichts reduzierter Flugverbindungen und wegen der geltenden Quarantänevorschriften mit einem erheblichen Aufwand verbunden gewesen.

Die thailändische Marine setzt ihre Dornier 228 ein, um die 200-Meilen-Zone zu überwachen. Die Flugzeuge und ihre Besatzungen führen in den Hoheitsgewässern im Golf von Thailand ISR-Missionen (Intelligence, Surveillance, Reconnaissance) durch, um gegen den illegalem Handel und die Raubfischerei anzugehen.