Elbit Hermes 900 alias ADS 15 der Schweizer Luftwaffe beim ersten Testflug in der Schweiz. Schweizer Luftwaffe

Hermes 900 alias ADS 15 fliegt in der Schweiz

Erstflug in Emmen Hermes 900 fliegt in der Schweiz

Mit einem erfolgreichen Testflug in Emmen erreichte das neue Aufklärungsdrohnensystems 15 (ADS 15) einen weiteren wichtigen Meilenstein.

Nach den erfolgreichen Rollversuchen im Mai 2022 hob am Mittwoch um 07:00 Uhr die von einem Schweizer Testpiloten gesteuerte Drohne mit der Immatrikulation D-14 erstmals ab. Nach einem rund 70-minütigen Flug kehrte die Drohne sicher nach Emmen zurück. Während ihrem Flug erreichte die Hermes 900 eine maximale Geschwindigkeit von 180 km/h und eine maximale Flughöhe von 2000 Meter.

Spezialisten des israelischen Herstellers Elbit unterstützten das Schweizer Projektteam in der Vorbereitung vor und während des Fluges. Alle geplanten Testpunkte des Erstflugs konnten erfolgreich abgeschlossen werden, heißt es.

In den kommenden Monaten finden zusätzliche Flugtests mit den beiden Drohnen (Immatrikulation D-11 und D-14) von Schweizer Militärflugplätzen statt. Dabei werden unter anderem die Sensoren getestet, die technische Funktionalität der Drohnen überprüft und erflogen sowie Einsätze in unterschiedlicher Dauer durchgeführt. Das ADS 15 kann bis zu 24 Stunden in der Luft sein.

Nach Abschluss der Flugerprobung und der Zulassung durch die militärischen Luftfahrtbehörde MAA werden die beiden Drohnen im Verlauf des zweiten Semesters an die Luftwaffe übergeben. Die restlichen vier Drohnen folgen bis Ende 2023.

Das ADS 15 ist ein unbemanntes und unbewaffnetes Aufklärungssystem. Es ersetzt das bis Ende 2019 in der Armee verwendete Aufklärungsdrohnensystem 95, das dem Technologiestand der 1980er Jahre entsprach. Die vorgesehene Nutzungsdauer der ADS 15 beträgt rund 20 Jahre. Die Drohne dient der Lage- und Zielaufklärung, kann aber bei Bedarf mit anderen Sensoren ausgerüstet werden, beispielsweise für abbildendes Radar zur Erzeugung eines Bildes der Bodenlage oder für die elektronische Aufklärung. Mit dem Drohnensystem ist ein Einsatz bei Tag und Nacht möglich.

Die Beschaffung umfasst sechs Drohnen inklusive Bodenkomponenten, Simulator und Logistik.

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