Hintergrund der Übung
Die Operation Avatar, eine NATO-geführte Übung, zielte darauf ab, die Einsatzfähigkeit ziviler Flughäfen wie Schiphol in Krisensituationen zu testen. Generalmajor Robert Adang betonte, dass militärische Basen in einem Konflikt möglicherweise nicht verfügbar seien. Daher sei es entscheidend, alternative Standorte wie Schiphol zu nutzen, um unvorhersehbar zu bleiben.
Politische Dimension
Die Übung wurde von hochrangigen politischen und militärischen Vertretern begleitet, darunter König Willem-Alexander. Staatssekretär Gijs Tuinman hob hervor, dass nationale Sicherheit nicht allein eine militärische Aufgabe sei. Die Zusammenarbeit mit zivilen Partnern wie Schiphol sei ein zentraler Bestandteil der Resilienzstrategie.
Technische Herausforderungen
Die Integration von militärischen Operationen in den regulären Betrieb eines der verkehrsreichsten Flughäfen Europas stellte eine logistische Meisterleistung dar. Mit über 1.100 täglichen Flügen musste die Übung so koordiniert werden, dass der zivile Luftverkehr nicht beeinträchtigt wurde. Oberstleutnant Pascal Smaal erklärte, dass die Übung auch dazu diente, die Zusammenarbeit zwischen militärischen und zivilen Akteuren zu optimieren.
Abschreckung und Resilienz
Die Übung sendet eine klare Botschaft an potenzielle Gegner: Die Niederlande sind in der Lage, ihre militärischen Operationen flexibel und unvorhersehbar zu gestalten. Dies ist ein zentraler Bestandteil der NATO-Strategie der "Agile Combat Employment", die darauf abzielt, die Einsatzfähigkeit auch unter schwierigen Bedingungen zu gewährleisten.
Zukunftsperspektiven
Die Erfahrungen aus der Operation Avatar sollen auf andere zivile Flughäfen wie Maastricht, Groningen und Rotterdam ausgeweitet werden. Dies würde die strategische Flexibilität der niederländischen Luftwaffe weiter erhöhen und die Resilienz des Landes stärken.





