Eine F-35 Lightning II musste am Donnerstag auf einem US-Militärstützpunkt "im Mittleren Osten" notlanden. Dies teilten Vertreter des US-Militärs mit. Um welchen Stützpunkt es sich handelt, wurde nicht mitgeteilt. Der Jet soll sicher gelandet sein, und der Pilot befinde sich in stabilem Zustand. Die genaue Ursache wird derzeit untersucht.
Mögliche Beschädigung durch iranisches Feuer
Das Flugzeug soll möglicherweise durch iranische Abwehrmaßnahmen beschädigt worden sein. Die iranischen Revolutionsgarden sagten in einer Stellungnahme, das amerikanische Kampfflugzeug sei um 2:50 Uhr morgens über dem Iran von ihrem modernen Flugabwehrsystem getroffen und schwer beschädigt worden. Dazu veröffentlichten sie ein kurzes Video, das den Treffer dokumentieren soll.
Sie deuteten an, dass das Schicksal des Jets unbekannt sei und er möglicherweise abgestürzt sein könnte. Diese Aussagen konnten jedoch nicht unabhängig überprüft werden.
Washington hat sich bislang nicht zur genauen Ursache der Notlandung geäußert und bestätigt die iranischen Angaben nicht.
Sollte das Video echt sein, würde es Fragen darüber aufwerfen, ob die Iraner möglicherweise infrarotgesteuerte Flugabwehrraketen mit optischen oder elektro-optischen Zielsystemen einsetzten.
In diesem Fall hätten die Stealth-Eigenschaften der F-35, die primär gegen Radarerfassung konzipiert sind, keinen Schutz geboten, da Wärmesignaturen und visuelle Erkennungsmerkmale von solchen Systemen erfasst werden können.
Entsprechend spekulieren Experten auch, ob das Flugzeug möglicherweise durch ein fortgeschrittenes iranisches Flugabwehrsystem wie das Bavar-373 mit elektro-optischer oder Infrarot-Verfolgung erfasst wurde, oder ob ein radargeleiteter Treffer gelang.
Die Fähigkeit des Bavar-373-Systems, Stealth-Jets zu erfassen, war bisher aufgrund mangelnden Einsatzes umstritten. Die F-35 war seit ihren ersten Kampfeinsätzen in Syrien 2018 bisher nicht bestätigt durch feindliches Feuer getroffen worden.
Eskalation der Luftkampagnen
Die USA verloren im Iran-Krieg bereits etwa ein Dutzend Drohnen vom Typ MQ-9 Reaper. Zusätzlich wurden mehrere Tankflugzeuge bei einem iranischen Raketenangriff auf einen US-Stützpunkt in Saudi-Arabien beschädigt.
Im Iran belaufen sich die Opferzahlen den lokalen Gesundheitsbehörden zufolge auf über 1.400 Tote und etwa 18.500 Verletzte. Auch laut westlicher NGOs sollen über 700 Zivilisten getötet worden sein. Unter den US-Streitkräften sind mittlerweile mindestens 13 Soldaten getötet worden.
Amerikanisch-Israelischer Kriegseinsatz geht weiter
Verteidigungsminister Pete Hegseth versicherte, dass die strategischen Ziele der USA seit Beginn des Krieges Ende Februar unverändert bleiben. Demnach konzentrieren sich die Anstrengungen auf die Zerstörung iranischer Raketensysteme, die Schwächung der Verteidigungsindustrie und Marine sowie die Verhinderung einer iranischen Atomwaffenentwicklung.





