Eine F-35A der USAF mit dem Luftwaffen-Inspekteur in Büchel. Luftwaffe

F-35A der USAF macht Stippvisite bei der Luftwaffe in Büchel

Familientag des TaktLwG 33 F-35A macht Stippvisite in Büchel

Beim Familientag des Taktischen Luftwaffengeschwaders 33 in Büchel am Samstag war auch eine F-35A der US Air Force dabei, das künftige Kampfflugzeug-Muster des Verbands.

"Büchel ist und bleibt ein ganz wichtiger Standort für die Luftwaffe. Heute noch mit den Tornados und in Zukunft mit den neuen Jets. Hier wird die Heimat der F-35-Flotte sein," versicherte Generalleutnant Ingo Gerhartz, Inspekteur der Luftwaffe, bei seinen Besuch vor Ort.

Laut Oberst Thomas Schneider, dem Kommodore des TaktLwG 33, sei man froh zu wissen, wie es am Standort weitergeht und man "mit der Zuführung von 35 F-35 ab 2026/2027 hier am Standort" rechnen kann.

Vorerst allerdings wird der Flugbetrieb in Büchel weitgehend eingestellt, der Familientag war daher eine Art Abschiedsveranstaltung. 450 Mitarbeiter des Geschwaders und 25 Tornados werden voraussichtlich ab Juni von Nörvenich (Standort des Taktischen Luftwaffengeschwaders 31 "Boelcke") aus fliegen, und zwar wohl bis mindestens Anfang 2026 (geplant: Februar). Nur zur großen Wartung in der Werft kommen die Tornados zurück.

Außerdem müssen ein paar C-17 pro Jahr die Rollbahn in Büchel im Zusammenhang mit den dort gelagerten US-Atombomben benutzen (62nd Airlift Wing aus Tacoma/Washington, dem US-Geschwader, das als einziges Atombomben und deren Bauteile transportieren darf).

Grund der Verlegung sind umfangreiche Um- und Ausbaumaßnahmen mit einem Gesamtvolumen von etwa 259 Millionen Euro. Die Investitionskosten teilen sich wie folgt auf:

•2019: ca. 13 Mio. Euro

•2020: ca. 23,4 Mio. Euro

•2021: ca. 24,7 Mio. Euro

•2022: ca. 4,7 Mio. Euro

•2023: ca. 51,7 Mio. Euro

•2024: ca. 52,5 Mio. Euro

•2025: ca. 61,7 Mio. Euro

•2026: ca. 27,3 Mio. Euro

Schwerpunktmaßnahmen sind dabei die Sanierung der Flugbetriebsflächen und Flugbetriebseinrichtungen, der Neubau des Außenzauns einschließlich Postenweg, der Neubau einer Feuerwache und der Neubau der Wärmeversorgungsanlage. Ob angesichts des Kaufs der F-35A Lightning II weitere Arbeiten hinzukommen ist noch nicht klar. Die F-35A passen zum Beispiel angeblich nicht in die vorhandenen Shelter.

Durch die temporäre Verlegung des Flugbetriebes des TaktLwG 33 nach Nörvenich wird jährlich von ca. 18000 militärischen Flugbewegungen in den Jahren 2023 bis 2025 sowie anteilig in den Jahren 2022 und 2026 auszugehen sein, so das Verteidigungsministerium.

Zum Vergleich: Das TaktLwG 33 hat im Jahr 2019 mit dem Waffensystem Tornado 2822 Flugstunden sowie 1319 Starts und Landungen absolviert. Im Jahr 2020 wurden 3251 Flugstunden sowie 1799 Starts und Landungen durchgeführt.

Die anliegenden Gemeinden des Fliegerhorsts Büchel begrüssen die Sanierung und die Entscheidung für das neue Kampfflugzeug-Muster, da dies den Standort für die nächsten 30 Jahre und mehr sichert. Bedenken gibt es allerdings hinsichtlich der bekannt extremen Lärmentwicklung der F-35.

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