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Flugverbot

Untersuchungen zum A400M-Absturz laufen

Während die zuständigen spanischen Behörden mit Hochdruck an der Aufklärung der Ursache des A400M-Absturzes vom Samstag hat der spanische Verteidigungsminister ein Flugverbot für die A400M erlassen.

Die abgestürzte A400M war für die Türkei vorgesehen. Das Land hat bereits zwei Flugzeuge erhalten (Foto: Airbus).

(Update 12. Mai, 17:30 Uhr) „Man keine Hypothese ausschließen. Deshalb müssen wir alle Vorsichtsmaßnahmen treffen“, sagte Pedro Morenés am Dienstag. Deshalb sei es „umsichtig“ die A400M aus der Serienproduktion in Sevilla vorerst nicht zu fliegen. Die schnellen Entscheidungen von Deutschland und Großbritannien, die A400M am Boden zu lassen nannte Morenés „respektabel“ und „plausibel“.

In einer Stellungnahme vor dem Werk San Pablo in Sevilla hatte Fernando Alonso, seit kurzem Chef der Militärflugzeugsparte von Airbus, versichert dass man die Untersuchungsteams voll unterstützen werde. Man sei einer „vollen Transparenz“ verpflichtet und werde „zeitnah und genau“ berichten, sobald Erkenntnisse vorliegen.

In internen Schreiben an die Mitarbeiter des Konzerns betonten Firmenchef Tom Enders und Alonso, dass man an den Plänen zur Steigerung der Auslieferungszahlen und zur Entwicklung der noch fehlenden Fähigkeiten des Militärtransporters festhalten werde. Bei aller Trauer um den Tod von vier Kollegen sei „besonnenes und professionelles“ Vorgehen notwendig.

Bereits am Dienstagnachmittag fand daher der nächste Testflug mit der A400M (Prototyp MSN4) statt, bei dem Fernando Alonso als Flugtestingenieur mit an Bord war. Er dauerte etwa 1:50 Stunden und führte von Toulouse nach Sevilla (Landung ca. 16:30 Uhr). Der Flug sei „normal“ verlaufen und alle Tests seien durchgeführt worden, so Alonso, der auch von „unserer Ehrung“ für die Crew des abgestürzten Flugzeugs MSN23 sprach.

Zur Unfallursache gab es bisher wie zu erwarten längst noch keine gesicherten Informationen. Die kursierenden Spekulationen sind mit äußerster Vorsicht zu betrachten, denn nachdem zunächst von Fahrwerks- und Klappenproblemen die Rede war sprach einer der beiden Überlebenden nun angeblich davon, dass drei der vier Triebwerke ausgefallen seien.

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