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Der französische Flugzeugträger "Charles de Gaulle" übte im März 2020 in der Nordsee. Marine Nationale
Der französische Flugzeugträger "Charles de Gaulle" übte im März 2020 in der Nordsee.
Der französische Flugzeugträger "Charles de Gaulle" übte im März 2020 in der Nordsee.
Der französische Flugzeugträger "Charles de Gaulle" übte im März 2020 in der Nordsee.
Der französische Flugzeugträger "Charles de Gaulle" übte im März 2020 in der Nordsee. 8 Bilder

Flugzeugträger „Charles de Gaulle“

Rafale M üben über der Nordsee

Im Rahmen der Übungsfahrt "Mission Foch" trainierten die Piloten des französischen Flugzeugträgers mit den dänischen, niederländischen und schwedischen Luftstreitkräften über der Nordsee.

Die "Mission Foch", die von der in der Task Force 473 um den Flugzeugträger "Charles de Gaulle" gebildeten Carrier Strike Group (CSG) angeführt wird, übte über mehrere Tage die Sicherung der europäischen Seezugänge und die Zusammenarbeit mit befreundeten Streitkräften.

Drei Tage lang führten die Piloten mehrere simulierte Luftkämpfe in verschiedenen Zusammensetzungen durch und schulten dabei auch Fluglotsen, Kampfschiffeinsatzzentralen sowie Flug- und Bodenpersonal in anspruchsvollen taktischen Szenarien.

Zunächst "kämpften" im dänischen Luftraum zwei Marineflugzeuge des Typs Rafale M gegen zwei niederländische F-16, die von niederländischen Fluglotsen am Boden geführt wurden. Später wurden vier Rafale M mit dem Schutz der Carrier Strike Group beauftragt, die von vier Gripen-Kampfflugzeugen der schwedischen Luftstreitkräfte angegriffen wurde.

Die französischen Flugzeuge wurden dabei von der Luftverteidigungsfregatte (FDA) "Chevalier Paul" geführt, die die Rolle der ACU (Air Control Unit) übernahm, die für die Führung und Übermittlung der Fluginformationen verantwortlich war, die die Piloten zur Durchführung ihrer Mission benötigten. Die schwedischen Kampfflugzeuge wurden von einer E-2C Hawkeye der französischen Marine geführt.

Am nächsten Tag mussten die Rafale-Marine die Flugzeugträgergruppe gegen vier angreifende schwedische Gripen schützen. Die Flugzeuge beider Nationen wurden bei ihrem Einsatz von schwedischen Fluglotsen geführt.

Die dänische Luftwaffe übernahm dann die Angriffsrolle mit zwei F-16, die von zwei Rafale M unterstützt wurden. Diese Gruppe stand im Luftkampf zwei Rafale M gegenüber, die von einer französischen E-2C-Hawkeye geführt wurden.

NH90 Caiman als Snooper

Mit dabei war auch ein Marinehubschrauber Caïman (NH90) von der der Multimissions-Fregatte (FREMM) FS Bretagne. Der Hubschrauber, der als Snooper operierte, war dafür verantwortlich, das Ziel zu finden und zu identifizieren.

Der Hubschrauber startete eine Stunde vor den Kampfjets, stellte die Oberflächensituation in dem Gebiet fest und suchte dann sein Ziel. Wenn dieses gesichtet wird, übermittelt die Besatzung die Daten der Ausgangsposition an den Flugzeugträger, so dass die Kampfflugzeugformation, in diesem Fall vier Rafale Marine und F-16, vor dem Start die Position ihres Ziels kennt.

Je nach Bedrohung geht der NH90 dann in "Deckung", das heißt er fliegt in sehr niedriger Höhe, wobei er die Ziele mit seinem FLIR-Sensor (Forward Looking Infra-Red) identifizieren kann. Sobald der Angriff beendet ist, meldet der Caiman Marine mit seinen Sensoren (FLIR, RADAR, passive elektronische Überwachung und Fotos) den Erfolg der Mission oder nicht.

Die Luftkampfübungen endeten mit einer abschließenden taktischen Übung zwischen zwei dänischen F-16 unter der Führung des FDA "Chevaliers Paul", die sich mit der Aggression zweier französischer Rafale-Marines auseinandersetzen mussten, die von einer E-2C Hawkeye der Trägerkampfgruppe geführt wurden.

Die französischen Piloten lobten einhellig die Qualität und Professionalität der dänischen, niederländischen und schwedischen Piloten sowie die ausgezeichnete Koordination zwischen den Partnern, sowohl in der Vorbereitungs- als auch in der Durchführungsphase.

Leutnant Thomas, ein Rafale-Pilot der Flottille 12F (12F-Marinefliegerstaffel), der mit den schwedischen Piloten an der Übung teilnahm, sagte: "Das Niveau der taktischen Koordination war sehr hoch ... Die Tatsache, dass wir auf den gleichen taktischen Grundlagen und mit der gleichen Dokumentation arbeiten, erleichtert die Zusammenarbeit und die Interoperabilität. Wir haben bei diesen Interaktionen besondere Erfahrungen gemacht und unsere gegenseitige Kenntnis und unsere Fähigkeit zur Zusammenarbeit erheblich verbessert".

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