Windkanalmodell des "Slon" (Elefant) beim ZAGI im Juli 2022. ZAGI

Der russische "Elefant" beim ZAGI im Windkanalversuch

Forschung beim ZAGI Der russische Elefant

Die Wissenschaftler des ZAGI in Moskau arbeiten weiter an der Verbesserung der aerodynamischen Konfiguration des projektierten neuen schweren Transportflugzeugs "Slon" (Elefant).

Die Arbeiten werden im Rahmen eines Regierungsvertrags mit dem Ministerium für Industrie und Handel der Russischen Föderation als Teil des Forschungsprojekts "Technologies-Transport-2" durchgeführt.

Zuvor wurden wohl seit 2019 zwei Forschungszyklen zu diesem Projekt durchgeführt, um die Aerodynamik des Flugzeugs bei verschiedenen Fluggeschwindigkeiten zu untersuchen. Auf der Grundlage der Testergebnisse haben die Wissenschaftler des Instituts das Layout des "Elefanten" geändert. Neue Elemente sind ein Rumpf mit vergrößertem Querschnitt, um großformatige Ladung zu tragen, eine reduzierte Verkleidung des Flügel-Rumpf-Übergangs, Pylonen mit verbessertem Profil mit Gondeln, die dem PD-35-Motor entsprechen und mehrere Optionen für die Flügelspitze.

Das Windkanal wurde entsprechend angepasst. Praktisch alle Teile hatten komplexe Oberflächen und wurden auf numerisch gesteuerten Maschinen bearbeitet. Die maximale Länge des verbesserten Modells beträgt etwa zwei Meter und die Flügelspannweite etwa 1,8 m.

Besonderes Augenmerk wird auf abnehmbare Flügelspitzen in verschiedenen Konfigurationen gelegt. Durch den Vergleich ihrer Auswirkungen auf die aerodynamische Qualität während der Tests können die Fachleute die optimale Variante auswählen.

Bis Ende des Jahres soll das Modell des Flugzeugs mit neuen Elementen im Windkanal mit variabler Dichte T-106 untersucht werden.

"Das Flugzeug Elefant ist in erster Linie für zivile Anwendungen optimiert. Dank des vergrößerten Rumpfes werden wir in der Lage sein, den Kunden den Transport großer Frachtmengen über die vorgesehene Flugreichweite anzubieten, während die Tragfläche mit modifizierten Enden eine hohe aerodynamische Qualität gewährleisten wird", sagte Alexander Krutow, Forscher am Zentrum für Technologieintegration des ZAGI.

Ziel des Projekts ist die Erforschung von Technologien für ein vielversprechendes Transportflugzeug, das das schwere Langstreckentransportflugzeug An-124 Ruslan ersetzen soll. Dieses Flugzeug soll schwere und sperrige Fracht über eine Reichweite von etwa 7000 km bei einer Geschwindigkeit von 850 km/h befördern. Die erforderliche Länge der Start- und Landebahn beträgt drei Kilometer. Die maximale Nutzlast beträgt 180 Tonnen (zum Vergleich: die An-124 hat 120 Tonnen).

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