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Inspekteur Müllner

Luftwaffe braucht Transall eventuell bis 2021

Der Inspekteur der Luftwaffe ist besorgt über die absehbaren Verzögerungen bei der Auslieferung der A400M, was zu erheblichen Kosten führen könne.

Bei einem Vortrag in Berlin berichtete Generalleutnant Karl Müllner von „von einer stabilen und im Zeitplan liegenden Einsatzprüfung des A400M“ Zugleich zeigte er sich jedoch besorgt über die absehbaren Verzögerungen bei der Auslieferung weiterer Flugzeuge und deren Fähigkeiten.

Wichtig wäre der geschützte Lufttransport, der Voraussetzung für jegliche Nutzung des A400M unter Bedrohung sei. Hier gäbe es große Risiken, so dass mittlerweile die Verlängerung der Nutzung der 50 Jahre alten C-160 Transall bis 2021 geplant werde. Hierfür müssten jedoch erhebliche zusätzliche personelle und finanzielle Ressourcen eingesetzt werden, die dann an anderer Stelle für dringend benötigte Investitionen fehlen würden.

Bezüglich der Luftverteidigung, sagte Müllner: „Meine Erwartung ist, dass wir ein Taktisches Luftverteidigungssystem (TLVS) bekommen, das uns die größtmögliche Flexibilität gibt: vom Schutz von Truppenteilen des Heeres in der Bewegung bis hin zur Raketenabwehr, auch in der Heimat. Und das uns ermöglicht, andere NATO- oder EU-Partner mit anderen Waffensystemen einfach anzubinden, vor allem dann, wenn Deutschland seine politisch angestrebte Aufgabe als Rahmennation erfüllen will.“

Zuletzt ging der Inspekteur der Luftwaffe noch auf die Entwicklung unbemannter ferngelenkter Luftfahrzeuge ein. Die angestrebte europäische Entwicklungskooperation begrüße er: „…so, dass wir in zehn bis fünfzehn Jahre ein robust ausgelegtes System haben, mit dem man sowohl aufklären als auch überwachen und mit dem man auch schießen kann – um Soldatinnen und Soldaten in Notlagen ohne Zeitverlust unmittelbar unterstützen zu können.“ Bis es soweit sei, solle sich eine zu beschaffende marktverfügbare Überbrückungslösung ebenfalls an diesen Kriterien ausrichten.

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