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Leasing-Lösung für die Bundeswehr

Fallschirmjäger nutzen M28 Skytruck

Für die Ausbildung und Inübunghaltung ihrer Fallschirmjäger nutzt die Bundeswehr neuerdings zwei PZL M28. Der Leasingvertrag läuft über vier Jahre.

Weil die Verfügbarkeit der Transall zuletzt sehr schlecht war und die A400M für das Absetzen von Fallschirmjägern noch nicht zugelassen ist (von den Stundenkosten ganz zu schweigen) wird nun eine Lösung mit dem kleinen Turboprop aus polnischer Produktion realisiert.

Ein Plus der M28 ist ihre flexible Einsetzbarkeit. Sie kann auf praktisch jedem Untergrund landen und starten, sogar auf Gras und Steppe dank ihres robusten Fahrwerks und der Niedrigdruckreifen. Mit ihrer hohen Fluggeschwindigkeit kann die M28 mehrmals am Tag die Fallschirmjäger schnell und zuverlässig für ihre diversen Pflichtsprünge von jedem Flugplatz in die Luft bringen.

Allerdings ist die Kabine der M28 eng und niedrig. Zwei Absetzer und fünf bis sechs Springer mit Vollausrüstung passen halbwegs komfortabel hinein. Nur jeder zweite Klappsitz wird belegt. Die Soldaten können nur gebeugt darin stehen. Das strengt an, geht aufs Kreuz bei dem Gewicht, das sie tragen müssen. Ihre volle Ausrüstung wiegt an die 80 Kilogramm: auf dem Rücken der Fallschirm, seitlich die Waffe, auf der Brust das taktische Zusatzgepäck für den Hauptauftrag am Boden.

„Bei der M28 ist der Hecksprung bei Turbulenzen zum Glück sicherer als der normalerweise seitliche Ausgang bei zivilen Maschinen“, erläutert Stabsfeldwebel Achim Schütze, der Fallschirm-Prüffeldwebel beim Fallschirmjägerregiment 26 ist. „Wir können dank Ankerseil in der M28 drei Varianten für das Auslösen des Schirms anwenden: manuelles, teilautomatisches und vollautomatisches Öffnen. Allerdings können wir keine taktischen Hochwertsprünge mit der M28 machen. Das Flugzeug ist zu klein. Wir können kaum Spezialausrüstung im Flugzeug anlegen“.

Die ersten Erfahrungen mit der M28 sammelten die Fallschirmjäger im Juni mit Automatikschirmen auf dem Heeresflugplatz Altenstadt in Oberbayern. Das Fallschirmjägerregiment 26 übte im Juli das taktische Gleitfallschirm-Springen und das Springen der besonderen Sportausbildung, wobei die M28 von Zweibrücken aus flog.

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