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Lockheed Martin

F-35B erreicht vorläufige Einsatzbereitschaft

Am letzten Juli-Tag hat das US Marine Corps formell die vorläufige Einsatzbereitschaft der ersten F-35-Staffel erklärt. Damit wurde das 2013 ausgegebene Ziel erreicht.

Insgesamt gesehen ist das im Oktober 2001 gestartete F-35-Programm jedoch etwa fünf Jahre in Verzug. Und auch die Fähigkeiten der F-35B sind momentan noch recht beschränkt. Mit der Softwareversion 2B können nur die AIM-120 AMRAAM, 245 kg schwere lasergelenkte Bomben und die 910 kg schwere JDAM im Waffenschacht verwendet werden. Außenlasten sind noch nicht freigegeben.

Dennoch sagte General Joseph Dunford, Kommandant des US Marine Corps, dass die F-35 in der Lage ist, „Luftnahunterstützung, offensive und defensive Bekämpfung von gegenerischen Luftfahrzeugen, Gefechtsfeldabriegelung, Begleitschutz und bewaffnete Aufklärung“ durchzuführen. Auch der Einsatz von Hubschrauberträgern und vorgeschobenen Basen aus ist genehmigt.

Als erste Staffel kann die VMFA-121 „Green Knight“ in Yuma, Arizona, die F-35B im Einsatz nutzen. Zehn der Maschinen stehen dafür bereit. Sie stammen aus der anfänglichen Fertigung und mussten nachgebessert werden. Vor der IOC-Erklärung (Initial Operational Capability) fand eine fünftägige Inspektion des Verbands statt, die am 17. Juli abgeschlossen wurde.

Laut Marine Corps hat man inzwischen 50 Piloten und 500 Wartungstechniker auf der F-35B ausgebildet. Dennoch wird die weitere Einführung vorsichtig vorangetrieben. Die VMA-211 soll im Haushaltsjahr 2016 von der AV-8B auf die F-35B umrüsten, die VMFA-122 mit ihren F-18 Hornets dann 2018. Geplant ist der Kauf von 353 der Flugzeuge, die dank Hubfan über Kurzstart- und Senkrechtlandefähigkeit verfügen.

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