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Meilenstein in Hohn

LTG 63 feiert 400000 Flugstunden mit Transall

Foto: Luftwaffe

Seit mehr als 50 Jahren fliegt das Lufttransportgeschwader 63 in Hohn die Transall C-160. 15 Maschinen stehen dort nach wie vor im Dienst. Nun hat das LTG 63 mit der Transall die 400000. Flugstunde absolviert.

Zur Feier des Tages hatte Generalmajor Jan Kuebart, Kommandeur Fliegende Verbände, nur lobende Worte für den Oldie übrig: „Die Transall war immer zur Stelle, wenn es darauf ankam“, stellte Kuebart beim Jubiläumsappell in Hohn fest. Beispielhaft führte er den ersten Kriegseinsatz der Luftwaffe in Sarajewo an, aber auch die medizinische Evakuierungsmissionen (MedEvac) für die UN-Friedenstruppe in Australien. 47 dieser MedEvac-Flüge absolvierte das LTG 63 mit ihren Transall ingsesamt. Im gesamten Einsatzzeitraum der Transall in Hohn machen diese Missionen allerdings nur einen kleinen Bruchteil aus. 400000 Flugstunden haben die Transall-Besatzungen mit ihren unverwüstlichen Transportern absolviert, seit am 13. Juni 1968 die erste C-160 auf dem schleswig-holsteinischen NATO-Flugplatz landete. In diesen 51 Jahren waren die Hohner Transall weltweit unterwegs: in Bosnien ebenso wie im Kosovo, in Afghanistan, im Sudan und in Mali.

Foto: Patrick Zwerger
Ursprünglich hatte die Transall bis Ende der 80er-Jahre im Dienst bleiben sollen. Heute fliegt sie immernoch - bis Ende 2021.

Sonderanstrich zum Jubiläum

4000000 Flugstunden sind ein Meilenstein, der natürlich gewürdigt werden muss. Deshalb hatte sich ein geschwaderinternes Kreativteam schon im Vorfeld des Jubiläums Gedanken über einen Sonderanstrich gemacht. Die Federführung dafür übernahm Hauptfeldwebel Fabian Lorenz: „Viele haben Ideen entwickelt. Ich habe sie gesammelt und dann in einen Computerentwurf zusammengebracht.“ In neun Arbeitstagen pinselten Lorenz und seine Helfer ihren Entwurf anschließend auf die für das Stundenjubiläum auserkorene Transall 50 + 72. Der Sonderanstrich greift die „Arbeitsbiene“ aus dem Geschwaderwappen des LTG 63 auf, dazu die Farben Deutschlands und Schleswig-Holsteins sowie die Schriftzüge „400.000“ und „Hohn“. Bewusst habe man sich dabei gegen eine Volllackierung entschieden, wie Lorenz erklärt: „Die olive Grundfarbe wollten wir sichtbar lassen, sozusagen als 'Arbeitsanzug' der Transall.“

Transall fliegen bis Ende 2021

Dieser verschönerte Arbeitsanzug wird zugleich der letzte sein, den die Transall 50 + 72 in ihrer langen Laufbahn tragen wird: Im November endet die Dienstzeit des Flugzeugs bei der Luftwaffe. Ihre Hohner Schwestermaschinen werden dagegen teilweise noch bis Ende 2021 für das LTG 63 fliegen – und während dieser Zeit rund weitere 5000 Flugstunden sammeln, bevor im Jahr 2022 der Fliegerhorst Hohn schließlich komplett geschlossen wird.

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