11 Millionen Dollar für Weiterentwicklung von Israels F-35I Adir

F-35I Adir
11 Millionen für Weiterentwicklung von Israels F-35

ArtikeldatumVeröffentlicht am 10.04.2026
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11 Millionen für Weiterentwicklung von Israels F-35
Foto: Israeli Defense Forces

Das Pentagon investiert in die Modernisierung der israelischen F-35-Flotte. Wie das Verteidigungsministerium bekannt gab, erhält Hersteller Lockheed Martin einen Großauftrag für die Entwicklung spezieller Softwarelösungen.

Laut Pentagon-Mitteilung ist der Auftrag 11,5 Millionen US-Dollar wert. Vorgesehen ist eine Modifikation eines bereits bestehenden Auftrags, um drei zusätzliche Softwarekomponenten, basierend auf "bestehenden Softwarearchitekturen für Israels System Development and Design Phase II-Programm" zu entwickeln. Das Programm umfasst Softwareentwicklung und Systemtechnik für die F-35.

Die Entwicklung erfolgt zu 80 Prozent am Hauptstandort von Lockheed Martin in Fort Worth, Texas. Die restlichen 20 Prozent entfallen auf Einrichtungen außerhalb der "kontinentalen USA", deren genaue Lage nicht öffentlich gemacht wurde. Allerdings wird es sich dabei höchstwahrscheinlich um einen Lockheed-Standort auf Hawaii handeln – den einzigen US-Standort außerhalb der kontinentalen USA.

Israel soll laut Auftrag die gesamten Kosten selbst tragen, und es werden keine US-Steuermittel verwendet. Bis März 2030 soll die Entwicklung abgeschlossen sein.

Einziges Land mit eigener Software

Israel hat eigene Systeme in die amerikanische Grundarchitektur der Lightning II integriert. Die eigene Variante der F-35 heißt Adir. Kein anderes Land ist von den USA dazu berechtigt, die Software des Jets zu modifizieren. Alle anderen Kunden müssen die Systeme nutzen, die vom Herstellerland vorgesehen werden.

Dementsprechend müssen die israelischen Zusatzfunktionen und Anpassungen kontinuierlich mit den globalen F-35-Updates kompatibel gehalten werden.

Seit 2016 sind die Kampfjets bereits bei den israelischen Streitkräften in Betrieb. In den 2000er Jahren hatte Washington es abgelehnt, israelische Systeme zur Elektronischen Kampfführung in die Standardausrüstung der F-35 zu integrieren. 2011 lenkten die USA schließlich ein und genehmigten die Integration israelischer Systeme. Ein Jahr später vergab Lockheed Martin den ersten Auftrag für die notwendigen Umbauten an das israelische Unternehmen Elbit Systems.

Israels Ambitionen gingen jedoch weit über Elektronik hinaus. Das Rüstungsunternehmen Israel Aerospace Industries (IAI) sollte die Tragflächen produzieren und spielte auch bei der Entwicklung eines geplanten zweisitzigen Modells eine Rolle. Die Helmvisiere der israelischen Adir-Piloten wurden ebenfalls in Israel gefertigt.

Dies war alles Teil von Offset-Vereinbarungen, obwohl die Beschaffung vollständig durch US-amerikanische Hilfsgelder, im Rahmen des Foreign Military Financing, finanziert wurde. Israel bestand auf völliger Autonomie bei der Anpassung der Elektronik.

Die USA stimmten den Forderungen aus unterschiedlichen politischen Überlegungen heraus zu. Unter anderem betreiben die USA eine Partnerschaft für Verteidigungstechnologie, Feldtests und operative Entwicklung mit Israel. Washingron profitiert von den Kriegen, an denen Israel beteiligt ist, vor allem durch den Einsatz der neuen Technologien im Kampf. So war Israel 2018 das erste Land, das die F-35 im Kriegseinsatz und bei Luftschlägen in Syrien einsetzte.