in Kooperation mit
Am Samstag brachte eine A400M die ersten schwer verletzten Soldaten von Gao nach Köln/Bonn. Bundeswehr

A400M und A310 holen Verwundete aus Gao zurück

Nach Selbstmordanschlag in Mali A400M und A310 holen Verwundete aus Gao zurück

Am Samstagnachmittag brachte eine A400M mit MedEvac-Ausstattung die ersten schwer verletzten Bundeswehrsoldaten aus Mali nach Deutschland zurück. Alle weiteren folgten am Abend in einem A310.

Die A400M (54+13) des Lufttransportgeschwaders 62 war in der Nacht zu Samstag nach Afrika gestartet. Um 9:00 Uhr ging es dann zurück von Gao nach Köln/Bonn, wo die Maschine gegen 14:45 Uhr landete. Das medizinische Evakuierungsflugzeug hatte unter anderem die drei schwerverwundeten Soldaten an Bord. Alle sind derzeit stabil und werden jetzt weiter im Bundeswehrkrankenhaus in Koblenz behandelt.

Auf die A400M folgte ein Airbus A310 mit MedEvac-Ausstattung (10+26) der Flugbereitschaft, der am Samstag nach Niamey flog. Die Hauptstadt des Niger liegt 400 Kilometer Luftlinie südwestlich von Gao und verfügt über ein Sanitätszentrum der internationalen Streitkräfte. Um 18:19 Uhr machte sich die A310 auf den Rückweg. Sie landete um 23:20 in Stuttgart. Von dort aus wurden die Verletzten ins Bundeswehrkrankenhaus in Ulm gebracht.

Insgesamt wurden bei dem Anschlag mit einem improvisierten, fahrzeuggestützten Sprengsatz am Freitag um 8:30 Uhr zwölf deutsche Soldaten und ein weiterer UN-Soldat einer Partnernation verwundet.

Die Soldaten wurden umgehend medizinisch versorgt und unter Einsatz ziviler Rettungshubschrauber eines Vertragspartners sowie eines UN-Hubschraubers zur weiteren Behandlung nach Gao ausgeflogen.