Neue Betreiber für Jettransporter - Usbekistan bekommt die Embraer C-390

Neue Betreiber für Jettransporter
Usbekistan bekommt die Embraer C-390

ArtikeldatumVeröffentlicht am 03.02.2026
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Auf der Singapore Airshow teilte Embraer mit, dass Usbekistan der erste Kunde der C-390 in Zentralasien ist. Die Bestellung für den Jettransporter war bereits erfolgt und wurde in der Jahresbilanz als von einem "nicht genannten Kunden" geführt. Im Bericht wurden zwei Flugzeuge aufgeführt. Ob beide für Usbekistan bestimmt sind, haben die Südamerikaner nicht bestätigt. Laut Angaben des Unternehmens wird das Land das Muster für Transporte und humanitäre Einsätze nutzen. "Wir heißen die Republik Usbekistan offiziell in der Gruppe der C-390-Betreiber willkommen, da die usbekische Luftwaffe ihre Transportkapazitäten modernisiert", sagte Bosco da Costa Junior, Präsident und CEO von Embraer Defense & Security. Aktuell verfügen die usbekischen Streitkräfte im Transportbereich über die Airbus C-295M und Iljuschin Il-76.

Der erste Betreiber auf dem asiatischen Kontinent wird allerdings Südkorea sein. Die erste für die Republic of Korea Air Force (ROKAF) bestimmte C-390 hat ihre Endmontage beendet und steht vor dem Beginn der Flugerprobung. Im Rahmen des LTA-II-Programms (Large Transport Aircraft) hatte das Land sich Ende 2023 für das brasilianische Produkt entschieden.

Embraer C-390 in südkoreanischen Farben am Boden vor Fabrikhalle
Embraer

Elf Länder haben sich für C-390 entschieden

Zum Ende letzten Jahres verfügte Embraer über einen Auftragsbestand von 33 C-390. Die Gesamtzahl der Bestellungen betrug 46 Maschinen plus Optionen für 19 weitere Jets. Aktuell fliegt der Transporter in Brasilien (8 von 18 Flugzeugen ausgeliefert), Portugal (3 von 6) und Ungarn (2 von 2). Weitere Kunden sind die Niederlande (5), Österreich (4), Schweden (4), Tschechien (2), Südkorea (3) und Usbekistan (2?). Die Bestellungen von Litauen (3) und der Slowakei (3) sind noch nicht finalisiert.

Das Selbstschutzsystem der Militärtransporter stammt von Elbit Systems. Das israelische Unternehmen arbeitet derzeit wohl auch an einer Variante zur elektronischen Signalaufklärung. Details dazu sind allerdings noch nicht bekannt.