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Neue Regeln für Strafen und neuer Zeitplan

A400M-Vertrag erneut angepasst

Airbus und die internationale Beschaffungsagentur OCCAR haben am Donnerstag die erwartete „Vertragsanpassung“ für das A400M-Programm unterzeichnet.

Die Unterschrift markiert den Abschluss der im März 2017 aufgenommenen Verhandlungen zwischen beiden Parteien über das „Global Rebaselining“ des A400M-Programms. Was das an Mehrkosten für die Kundennationen bedeutet wurde nicht mitgeteilt. In Deutschland hieß es nach der Genehmigung durch den Haushaltsausschuss letzte Woche allerdings man werde „drei Verträge mit einem Volumen von mehreren hundert Millionen Euro mit Airbus schließen, wobei unter anderem “bei weiteren Transportflugzeugen ... ein Fähigkeitszuwachs vorgenommen als auch ein erweitertes Selbstschutzsystem integriert wird„.

Von Seiten Airbus hieß es nun nur “OCCAR und die Erstkundennationen haben sich auf einen geänderten Mechanismus für finanzielle Einbehalte geeinigt, der einerseits die bereits in Dienst gestellten A400MFähigkeiten berücksichtigt und andererseits weiterhin Anreize für die Erreichung des finalen Entwicklungsstandards setzt.

Zudem wurde beschlossen, die aufgrund verspäteter Auslieferungen angefallenen finanziellen Verpflichtungen mit Produkten und Dienstleistungen in erheblichem Umfang zu kompensieren. „Dadurch haben Kunden und Industrie die Möglichkeit, die A400M-Plattform gemeinsam weiterzuentwickeln“, so der Hersteller.

Außerdem sind die Beteiligten übereingekommen, den Zeitplan für die A400M-Produktion zu strecken, wobei der bis 2030 laufende vertragliche Zeitrahmen für das Programm bestehen bleibt. „Der neue Produktionsplan trägt den Erwartungen der Erstkundennationen Rechnung und reduziert gleichzeitig das finanzielle Risiko für Airbus deutlich.

Was die notwendige Nachrüstung der bereits gelieferten Maschinen auf den im abschließenden Vertrag vereinbarten Standards und Fähigkeiten in allen ausgelieferten betrifft gibt es ebenfalls einen neuen Zeitplan. Dieser soll “kürzere Liegezeiten für die Nachrüstung„ bieten, während Airbus den Nachrüstungsprozess industriell optimieren kann.

Der neue Fahrplan erlaubt Airbus auch einen “angepassten Zeitrahmen für die Bereitstellung aller vereinbarten Fähigkeiten„ – also vermutlich gibt es dabei weitere Verzögerungen. Airbus verspricht aber eine “hohe Transparenz„ darüber, wann neue Fähigkeiten verfügbar sein werden.

“Das übergeordnete Ziel des ‚Global Rebaselining' .... lautete, das Programm wieder auf eine nachhaltige Vertragsbasis zu stellen und eine solide Programmausführung zu gewährleisten„, sagte Dirk Hoke, Chief Executive Officer von Airbus Defence and Space. Das Unternehmen hofft nun auf ein Ende der in den letzten Jahren notwendigen Milliardenabschreibungen bei dem vielfach verzögerten Programm.

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